Rudern bei Olympia : Marie-Louise Dräger muss erneut warten

Auch der leichte Doppelzweier mit Marie-Louise Dräger (l.) und Ronja Fini Sturm musste gestern an Land bleiben. Heute werden beide im Halbfinale gefordert sein.
Auch der leichte Doppelzweier mit Marie-Louise Dräger (l.) und Ronja Fini Sturm musste gestern an Land bleiben. Heute werden beide im Halbfinale gefordert sein.

Langes Warten: Am Mittwoch wurden in Rio de Janeiro erneut alle Ruder-Wettkämpfe abgesagt.

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10. August 2016, 20:45 Uhr

Organisationsnot bei den Olympischen Spielen im brasilianischen Rio de Janeiro: Starker Wind und Regen haben am Mittwoch zu einer Absage der Ruder-Wettkämpfe geführt. Betroffen waren beide Doppelvierer des Deutschen Ruderverbandes (DRV), die bereits um Medaillen fahren sollten, aber auch das Halbfinale des Leichtgewichts-Doppelzweiers mit Marie-Louise Dräger (Olympischer Ruderclub Rostock). Mit ihrer Partnerin Ronja Fini Sturm (Brandenburg) kam sie als Zweite des Hoffnungslaufs eine Runde weiter.

„Der Hoffnungslauf war eine lösbare Aufgabe. Doch ist das Rennen nicht ganz nach Plan gelaufen. Beim Einfahren drehte der Wind auf Gegenwind und es staute sich am Start eine Welle auf. So war eher sicheres, kontrolliertes Rudern angesagt, als voll auf Risiko zu gehen. Mit dem zweiten Platz sind wir aber erstmal zufrieden“, sagt Dräger.

Für das bevorstehende Halbfinale hat die Rostockerin jedoch eine ganz klare Marschroute: „Dann heißt es: Alles oder nichts.“ Denn die 35-Jährige hat für ihre wohl letzten Sommerspiele ganz klar einen Plan: „Ich will nicht ohne eine verdammte Olympia-Medaille aufhören. Ich war schon bei den Spielen in Peking, will aber nicht mehr nach Tokio. Also muss es jetzt einfach klappen.“

Im Vorlauf klappte noch nicht alles: „Bis 1500 Meter war dieser recht gut gerudert, dann hat uns der Seitenwind etwas aus dem Rhythmus gebracht, sodass es schwierig wurde, die Geschwindigkeit zu halten. Dadurch mussten wir leider die Polinnen ziehen lassen“, erklärt Dräger den Gang über die Hoffungsrunde.

Schon vor dem Vorlauf war für die Rostockerin warten angesagt, da auch die Wettbewerbe am Sonntag wegen starken Windes auf Montag verschoben werden mussten. Erst am Dienstag hatten die Veranstalter alle Rückstände aufgeholt und wollten gestern zum ursprünglichen Zeitplan zurückkehren.

Das für Samstag geplante Finale der Achter ist von den Verschiebungen noch nicht betroffen. Am Samstag um 16.24 Uhr deutscher Zeit will das DRV-Paradeboot um seinen Schweriner Schlagmann Hannes Ocik den Olympiasieg von London wiederholen.

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