zur Navigation springen
Top Thema

19. September 2017 | 22:37 Uhr

Warin : Erschließung für Baugebiet beginnt

vom
Aus der Redaktion des Anzeiger für Sternberg – Brüel – Warin

„Wohnen am Großen Wariner See“ umfasst nach einer Erweiterung 32 Eigenheime und 20 Ferienhäuser.

svz.de von
erstellt am 31.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Ein neues Baugebiet hat Konturen angenommen. Jedenfalls auf dem Papier. Für das „Wohnen am Großen Wariner See“, zwischen der Straße zum heutigen Strandbad und der ehemaligen Badestelle gelegen, übergab das Planungsbüro Pöyry die Unterlagen an die beteiligten Firmen, das Bauamt von Neukloster-Warin und die Stadt.

Die Erschließung kann nun beginnen. Dafür bekam nach der Ausschreibung der Tief- und Straßenbau Schwerin (TSS) den Auftrag, angefangen mit dem Verlegen von Regen- und Schmutzwasserkanal, die bis zu 2,50 Meter tief in die Erde kommen. Darüber werden seitlich versetzt die Versorgungsleitungen für Wasser, Strom, Beleuchtung und Telefon verlegt. Den Abschluss bildet der Bau der Straßen, ebenfalls durch TSS. Diese erhalten ihr endgültiges Pflaster, bevor der Hochbau startet.


Für einige Grundstücke bereits Reservierungen


„Wir studieren nun genau die Unterlagen und bestellen das Material. Wenn das da ist, kann es gleich losgehen. Wir haben uns darauf eingestellt“, sagte TSS-Geschäftsführer Hans-Joachim Klatt bei der
so genannten Anlaufberatung im Rathaus mit Vertretern der beteiligten Firmen sowie des Bauamtes und der Stadt. Nach Angaben von Planerin Anika Schüßling kommen rund 255 Meter Regen- und 600 Meter Schmutzwasserkanal sowie 280 Meter Trinkwasserleitung in die Erde.
Zudem werden ein Schmutzwasserpumpwerk errichtet und 30 Maste für die Straßenbeleuchtung aufgestellt. Die wasserdurchlässige Pflasterdecke der Straßen umfasst zusammen ca. 5680 Quadratmeter, das gesamte B-Plan-Gebiet etwa 4,7 Hektar.

Nach Erweiterung des Baugebietes um eine Fläche im südlichen Bereich, die noch aus Unland mit Bauruinen besteht und die von der Stadt erworben wird, stehen Interessenten 32 Grundstücke für Eigenheime zur Verfügung. Sie haben eine Größe um die 700 Quadratmeter. Für sieben, die zum Wasser hin liegen, gibt es bereits Reservierungen, für einige sogar mehrfach, falls jemand abspringt, heißt es aus dem Bauamt. Ein angrenzendes, jedoch abgetrenntes Areal bietet Platz für 20 Ferienhäuser. Hier liegen bislang fünf Reservierungen vor.


Nach Diskussion stehen Straßennamen fest


Die von der Stadtvertretung beschlossenen Grundstückspreise bewegen sich zwischen 45 und 55 Euro pro Quadratmeter für die Wohnbebauung bzw. 50 und 60 Euro für die Errichtung der Ferienhäuser.

Nach einer Hängepartie stehen auch die Straßennamen fest. Danach heißt die so genannte Planstraße A „Seestraße“, die Planstraße B im Wohngebiet „Schwanenweg“ und die Planstraße C im Ferienhausgebiet „Schilfweg“. Die Straße Am Strand ändert sich nun ab Kreuzung Friedensstraße/Kirchtor in nördlicher Richtung in Seestraße. Am Strand beginnt künftig erst ab der Einmündung zur Badeanstalt.

Im Vorfeld hatte es anhaltende Diskussionen gegeben und die Stadtvertretung die Vorschläge daher in den Bauausschuss verwiesen. Auch sollten die Bürger Mitsprache bekommen, machten davon jedoch keinen Gebrauch. Schwanen- und Schilfweg hatten bereits auf der ersten Vorschlagsliste gestanden, waren aber im Bauausschuss durchgefallen.


Am besten auch gleich Leerrohre für DSL


Auf der Bauanlaufberatung legte Bürgermeister Michael Ankermann Wert darauf, Leerrohre mit zu verlegen, die bei möglicher technischer Weiterentwicklung Leitungen für hochmodernes Internet aufnehmen könnten, „ohne in ein paar Jahren die Straßen wieder aufgraben zu müssen“. Nach Angaben der Telekom komme ein zukunftsfähiges Kupferkabel für schnelles Internet in die Erde. Ein DSL-Netz für Warin liege als Strukturplanung vor, sagte Telekomvertreter Andreas Poeche. Das sei die Vorstufe für den Endausbau, aber es gäbe noch keinen Zeitplan. Dafür benötige er erst ein Signal des Mutterhauses, so Poeche, nach seinen Angaben zuständig für den Bereich von Lübeck bis Wismar und Schwerin.

Der Bürgermeister blieb „aus Erfahrung in der Vergangenheit“ skeptisch. Eine kostengünstigere Möglichkeit im Vergleich zu herkömmlichen Leerrohren seien so genannte Speedrohre mit einem Durchmesser von nur sieben Millimetern, sagte der Telekom-Vertreter. Es erfolgt kurzfristig eine Abstimmung mit den Planern.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen