Schweriner Boxer bei Olympia : Araik Marutjan schrammt knapp am Weiterkommen vorbei

Araik Marutjan (blaues Trikot) im Kampf gegen Gabriel Maestre aus Venezuela.
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Araik Marutjan (blaues Trikot) im Kampf gegen Gabriel Maestre aus Venezuela.

Weltergewichtler vom BC Traktor Schwerin unterliegt 1:2 nach Punktrichterstimmen.

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09. August 2016, 08:00 Uhr

Der Traum von einer Medaille im olympischen Boxturnier ist für Weltergewichtler Araik Marutjan vom BC Traktor Schwerin leider schon zerplatzt. Der am Sonnabend 24 Jahre alt werdende WM-Dritte von 2013 unterlag am Montag in seinem Vorrundenkampf dem sechs Jahre älteren Venezolaner Gabriel Maestre knapp mit 1:2 (28:29, 28:29, 29:28) nach Punktrichterstimmen.

Der Schützling von Trainer Michael Timm ist damit be-reits der zweite aus dem deutschen Box-Sextett in Rio, der die Segel streichen musste. Am Sonntag hatte bereits Halbschwergewichtler Serge Michel (Traunreut) seinen Vorrundenkampf gegen den Ecuadorianer Carlos Andres Mina verloren, das allerdings einstimmig mit 0:3.

Knackpunkt im gestrigen Kampf von Marutjan war sicherlich die zweite Runde. Da agierte der Schweriner viel zu verhalten, nutzte seine längere Reichweite zu wenig aus und ließ dem erfahrenen Südamerikaner, der 258 Amateurkämpfe auf dem Konto hat, zu viel Möglichkeiten zur Entfaltung.

Da zwei der drei ausgelosten Punktrichter schon die erste, an sich äußerst ausgeglichene erste Runde Maestre zugeschlagen hatten, stand Marutjan vor dem Schlussdurchgang fast schon auf verlorenem Posten.

Er gab noch einmal alles, brachte viele Haken mit der linken Führungshand und auch Treffer mit der Schlaghand, boxte insgesamt jetzt endlich so energisch und zwingend, wie er gleich hätte beginnen sollen.

Er hatte diese Runde dadurch auch klar für sich. Doch die am Ende knappe Niederlage hätte der Deutsche mit armenischen Wurzeln letztlich nur noch durch einen K.o.-Schlag abwenden können…

Nun hat der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) mit Artem Harutyunyan (64 kg), Araiks Trainingskollegen im Bundesstützpunkt Schwerin, sowie Hamza Touba (Kaarst/52 kg), David Graf (Sindelfingen/91 kg) und Erik Pfeifer (Lohne/+91 kg) nur noch vier weitere Faustkämpfer im Turnier. Frauen hatten sich erst gar nicht qualifiziert.

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