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Sport

17. Dezember 2017 | 07:29 Uhr

Zum 21. Geburtstag einen Auerhahn

vom

svz.de von
erstellt am 24.Mai.2010 | 06:55 Uhr

teterow | Schöner kann man seinen 21. Geburtstag wohl kaum feiern: Rund eine Stunde vor seinem Wiegenfest konnte sich der Däne Patrick Hougard über seinen Sieg beim Speedwayrennen um den neunten Teterower Auerhahnpokal freuen. "Das ist ein tolles Gefühl", strahlte er über beide Wangen. "Ein Guter Start ist hier wichtig, wenn man gewinnen will. Und im Finale hatte ich einen sehr guten!" In besagtem Finale war zunächst der Liebenthaler Christian Hefenbrock am besten aus den Startbändern gekommen, aber schon in der ersten Kurve hatte der spätere Sieger die Führung übernommen. In der vierten von fünf Runden fuhr auch noch der dreifache Auerhahnsieger Sebastian Ulamek aus Polen an dem Brandenburger vorbei - aber Rang 3 verteidigte "Hefe" bis ins Ziel.

Damit hat Hefenbrock sogar eine kleine Sensation geschafft: Er ist der erste Deutsche, der es im Auerhahn aufs Podest geschafft hat. Dafür wurde der amtierende deutsche Vizemeister von den 6500 Fans auch gebührend gefeiert. Dabei sah es anfangs gar nicht danach aus, dass der Abend so erfolgreich verlaufen würde. "Ich habe ein gutes Gefühl. Wir haben heute Abend ein starkes Feld, aber ich muss mich vor keinem verstecken", hatte der 25-Jährige kurz vor Rennbeginn vollmundig verkündet. Aber seine ersten beiden Läufe beendete er jeweils als Dritter - das hatte er sich ganz anders vorgestellt. Es folgte ein zweiter Platz und dann endlich der ersehnte Laufsieg. "Anfangs war ich noch ein wenig rostig, da habe ich meine sechswöchige Verletzungspause gespürt. Aber im vierten Durchgang hat es Klick gemacht..."

Es reichte zumindest, um sich als einziger der vier deutschen Starter fürs Halbfinale zu qualifizieren. Dort kam Hefenbrock als Zweiter ein - und wurde wenig später als Laufsieger gefeiert. Der Australier Tyron Proctor, der eigentlich gewonnen hatte, wurde wegen Innenraumdurchquerung disqualifiziert.

Im Finale chancenlos war Titelverteidiger Matej Ferjan, der Slowene kam als Vierter ein. "Natürlich will ich immer gewinnen, und Platz 4 ist nicht gut. Aber ich bin nicht gut in die Saison gekommen, hatte viele Probleme. Da bin ich eigentlich schon ganz zufrieden, dass ich das Finale erreicht habe.

Für die weiteren deutschen Starter neben Hefenbrock verlief der Abend weniger erfreulich. Matten Kröger aus Bokel erfuhr in fünf Läufen gerade mal einen Punkt - er profitierte davon, dass Erik Pudel wegen eines Sturzes disqualifiziert wurde und ein Lauf mit drei Startern ausgetragen wurde. "Ich bin am Nachmittag auf dem Bergring gefahren, und der Umstieg von der großen auf die kleine Maschine hat bei mir heute nicht geklappt. Zudem bin ich vor drei Wochen das letzte Mal Speedway gefahren, und die meisten anderen hier fahren drei Mal die Woche." Der Rand-Kieler Stephan Katt beendete den Abend mit vier Zählern auf Rang 13, Erik Pudel aus Wolfslake wurde mit drei Punkten 14. Er wurde nach dem erwähnten Sturz vom Arzt aus dem Rennen genommen.

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