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Sportakrobaten aus Schwerin : WM-Finale knapp verpasst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sportakrobatik-Trio vom VfL Schwerin erreicht bei Welttitelkämpfen in China Rang zehn der Nationenwertung

von
erstellt am 11.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Nachdem das Zweiergespann Camille Herrmann und Lilly Kutta vom VfL Schwerin bei der WM in China einen mehr als beachtenswerten fünften Platz vorgelegt hatte, konnten sich ihre Trainingsgefährtinnen Michelle Mausolf, Sherley Klier und Gofrahn Solh an gleicher Stelle ebenfalls stark präsentieren. Dabei konnte das Frauen-Trio aber nicht ganz an den Erfolg des Jugend-Duos anknüpfen.

Nach dem ersten Wettkampftag waren die drei Sportlerinnen des Trios in der Klasse der Senioren insgesamt sehr zufrieden mit der Bewertung ihrer Leistung – abgesehen von der niedrigen Wertung in Artistik. „Normalerweise bekommen wir da mehr Punkte als in der Technik“, meinte Michelle Mausolf. Gofrahn Solh ahnte jedoch, woran es gelegen haben könnte: „Wir waren an manchen Stellen zu lasch.“

In der ersten Zwischenwertung bedeutete dies Platz elf beziehungsweise Platz neun in der Nationenwertung.

Frohen Mutes und hochmotiviert ging es in den zweiten Wettkampftag. Die drei präsentierten eine gelungene Übung, wirkten aber trotzdem ein wenig frustriert, was wohl am fehlenden einarmigen Handstand auf ihrem Paradeelement, der freien Spitzwinkelpyramide, lag. Darüber ärgerten sich die Perfektionistinnen, deren Vorstellung sonst sehr gut gelaufen war.

An Tag drei galt es nun, die viel trainierten Elemente sicher zu demonstrieren. Die Devise von Trainerin Karola Mevius lautete: „Heute machen wir den Einarmer auf jeden Fall. Wir haben nichts zu verlieren. Alles oder nichts!“

Daran hielten sich die Sportlerinnen. Doch wieder gelang der Einarmer auf der freien Spitzwinkelpyramide nicht wie erhofft. Deshalb reichte es für die drei Akrobatinnen leider nicht für das Finale.

Wenn sie auch nicht alle drei Übungen perfekt zeigen konnten, so haben sich die drei Sportakrobatinnen vom VfL Schwerin nach Einschätzung des Bundestrainers doch sehr gut zwischen den Profis der Weltspitze präsentiert. „Mehr als ein zehnter Platz in der Nationenwertung war nicht drin. Die Weltspitze turnt in der höchsten Leistungsklasse einfach zu schwer, zu sicher, einfach zu gut“, so der Bundestrainer.

Bei allem Ärger über verpasste Chancen und misslungene Figuren, die sonst stets perfekt sitzen, freuen sich die drei Akrobatinnen darüber, sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert und Eindrücke erlebt zu haben, auch kulturelle Erlebnisse abseits des Sports, die sie ihr Leben lang nicht wieder vergessen werden.

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