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Weltcup in Beaver Creek : Skiverband feiert Speed-Trio und Olympia-Quali

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Für ganz vorn reichte es noch nicht - doch die deutschen Ski-Profis Sander, Dreßen und Ferstl haben beim Super-G in Beaver Creek einen anderen Grund zum Feiern: Sie holten sich schon früh die Quali für Olympia. Drei deutsche Olympia-Abfahrer gab es letztmals 1992.

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erstellt am 02.Dez.2017 | 08:47 Uhr

Diese drei schnellen Jungs machen dem Deutschen Skiverband gerade richtig viel Spaß. Nach Jahren des Hinterherfahrens hat die Speed-Fraktion im DSV mit Andreas Sander, Josef Ferstl und Thomas Dreßen nun die vordersten Regionen im Klassement ins Visier genommen.

Mit allen drei Sportlern unter den Top 15 unterstrich das Team beim Super-G in Beaver Creek sein Form. Und eine ganz konkrete Folge haben die Ränge neun von Sander, zehn von Dreßen und 14 von Ferstl auch: Denn nun können alle drei dank einer überraschend früh geglückten Qualifikation für Olympia in Pyeongchang planen.

«Super», sagte Herren-Cheftrainer Mathias Berthold. «Das war schon ein Thema; wir haben besprochen, wie wir damit umgehen. Gut, dass es jetzt vom Tisch ist.» Der Deutsche Olympische Sportbund verlangt von den alpinen Athleten in diesem Winter einen Top-8-Rang oder zwei Platzierungen unter den besten 15, um für die Spiele in Südkorea nominiert zu werden.

Drei männliche DSV-Abfahrer in einem Rennen hatte es bei Olympia seit 26 Jahren nicht mehr gegeben: 1992 waren Markus Wasmeier, Hansjörg Tauscher und Berni Huber im Rennen. Danach wurde es übersichtlicher, 1998, 2006 und 2014 startete kein Deutscher in der prestigeträchtigen Abfahrt. Das sieht dieses Mal ganz anders aus. «Schön, dass wir das schonmal haben, als Team dorthin reisen zu können», sagte Sander.

Sollten alle drei fit und verletzungsfrei bleiben, dann geht es in Asien nicht nur ums Dabeisein. Die ambitionierten Sportler wollen möglichst schon vor Olympia jeweils erstmals auf dem Podest klettern. Nach dem kollektiv starken Vormittag im WM-Ort von 2015 sagte Coach Berthold: «Ich bin positiv überrascht. Dass sie es können, haben wir schon gewusst.» In der Vorsaison etablierte sich Sander als Top-15-Fahrer, dazu schaffte Dreßen seinen Durchbruch.

Apropos Dreßen: Der junge Mittenwalder zeige eine «richtig coole Vorstellung», attestierte der Bundestrainer. «Er war im letzten Jahr im Weltcup der Top-Aufsteiger. Und jetzt zieht er das weiter durch.»

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