Eisschnelllauf : Pechstein Neunte über 3000 Meter - Sprinter-Trio Fünfte

Ist beim Weltcup in Tomakomai in die Top Ten gelaufen: Claudia Pechstein. Foto (2017):
Ist beim Weltcup in Tomakomai in die Top Ten gelaufen: Claudia Pechstein. Foto (2017):

Nach vielen Jahren ohne Weltcup-Rennen auf einer Freiluftbahn machen in Tomakomai die eisigen Winde den Läufern zu schaffen. Patrick Beckert sprach von «Windlotterie», war aber als Achter nicht unzufrieden. Ein Eissprinter-Trio macht Hoffnung.

svz.de von
25. November 2018, 11:09 Uhr

Claudia Pechstein haderte mit den Bedingungen auf der Freiluftbahn, setzte aber mit Platz neun ihre Vorhaben um.

«Das war kein Eislaufen. Das war nur Ackern, nur Kampf», sagte die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin nach ihren Weltcup-Rennen über 3000 Meter im japanischen Tomakomai in 4:18,92 Minuten. «Es hat aber ein bisschen den Charme von früher, hier draußen zu laufen. Und ich habe mir mein Ziel Top 10 erfüllt», sagte die 46 Jahre alte Berlinerin, nachdem sogar zusätzliche Pausen zur Eispflege eingelegt werden mussten.

Von einer «Windlotterie» sprach Patrick Beckert nach seinem achten Platz über 5000 Meter. «Hier musst Du versuchen, viel im Windschatten zu laufen. Insofern ist mein Plan recht gut aufgegangen», meinte der Erfurter (6:39,77), während dessen Laufes auch ein leichter Regen eingesetzt hatte. «Hier gewinnt nicht unbedingt der Beste, sondern der, der zuerst läuft», meinte Trainer Daan Rottier unter Anspielung auf Überraschungssieger Bart Swings aus Belgien (6:34,85).

Für Claudia Pechstein war es eine besondere Genugtuung, die 5000-Meter-Olympiasiegerin Esmee Visser aus den Niederlanden (12.) hinter sich gelassen zu haben. Als Elfte der Gesamtwertung darf Pechstein beim Weltcup in Polen in zwei Wochen über 5000 Meter in den Top 12 der A-Gruppe starten. Auf auf ihrer Spezialstrecke will sie bei der Heim-WM in Inzell im Februar um die Medaillen mitlaufen. Den Sieg in Japan erkämpfte die Kanadierin Isabelle Weidemann (4:10,18), die bei günstigeren Windbedingungen lief.

Für die beste Platzierung der Deutschen sorgte zum Abschluss das Sprinter-Trio mit Rang fünf. Nico Ihle, Hendrik Dombek und Joel Dufter rückten auch im Gesamt-Weltcup auf Rang fünf vor und haben nun beste Chancen, sich für die WM zu qualifizieren. Über 1000 Meter war Ihle Neunter geworden. Der Inzeller Dufter kam mit den Bedingungen nicht gut zurecht und musste mit Rang 18 vorliebnehmen.

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