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DKB-Pferdewochen : Vier Sterne für Turnier in Groß Viegeln

vom
Aus der Onlineredaktion

Holger Wulschners Pferdewochen nun in der Top-Liga

von
erstellt am 05.Jul.2017 | 12:00 Uhr

„Als ich hier vor drei Jahren den Großen Preis gewann, bekam ich einen Rasenmäher. Jetzt gibt es einen Mitsubishi.“ Deutlicher, als es der schleswig-holsteinische Top-Reiter Jörg Naeve ausdrückt, lässt sich die rasante Entwicklung der DKB-Pferdewochen von Groß Viegeln nicht auf den Punkt bringen.

Erst 2013 aus der Taufe gehoben, hat Organisator Holger Wulschner mit seinem „Baby“ zur fünften Auflage, die vom 13. bis zum 16. Juli über den Parcours geht, ein Niveau erreicht, das seinesgleichen sucht. Erstmals als Vier-Sterne-Event firmierend, gehört es nun zu den deutschen Top-Turnieren. Nur die Hallenveranstaltung Partner Pferd in Leipzig und das Global Jumping in Berlin können ebenfalls auf vier Sterne verweisen. Für diese Einstufung bedarf es eines Preisgeldes von 204  000 Euro, was die Pferdewochen mit rund 270  000 Euro locker toppen, und die Hindernisse müssen eine Mindesthöhe von 1,55 m aufweisen.

Klar, dass sich da deutsche und internationale Elitereiter ein Stelldichein geben, wobei die FEI das Sagen hat. 65 Starter hat der internationale Verband zugelassen. 36 davon bestimmt Bundestrainer Otto Becker. Über ganze sieben darf Veranstalter Holger Wulschner entscheiden.

„Leider musste ich vielen Reitern absagen, nicht nur aus Deutschland“, bedauert der Rider of the year 2014, der natürlich vor allem seine MV-Kollegen mit Startplätzen bedachte. So werden in Abwesenheit des dreifachen Derbysiegers André Thieme (Plau), der als Nationenpreisreiter unterwegs ist, Thomas Kleis und Schwager Philipp Makowei aus Gadebusch, Heiko Schmidt (Neu Benthen), André Plath (Poel), Jörg Möller (Garlitz), Ulf Ebel (Polzow), Christoph Lanke (Dersekow) und nicht zuletzt Holgers Sohn Benjamin Wulschner reiten. Sie treffen auf Pato Muente (Slo), im Mai Sieger des Hamburger Derbies, den in Groß Viegeln schon im Vorjahr sehr erfolgreichen Italiener Emanuele Gaudiano oder Stammgast Gert Jan Bruggink aus Holland. Aber auch starke nationale Konkurrenz hat sich angesagt. So werden neben Jörg Naeve auch Eva Bitter, die Siegerin in Groß Viegeln von 2015, Marco Kutscher, Carsten-Otto Nagel und noch viele andere erwartet.

Holger Wulschner selbst wird gleich vier Pferde in den verschiedenen Touren satteln. Dass der Derbygewinner des Jahres 2000 und Sieger der beiden wichtigsten Springen des diesjährigen Redefiner Pferdesfestivals sein eigenes Turnier noch nie gewinnen konnte, stachelt den Ehrgeiz des 53-Jährigen schon noch an. „Zeit würde es ja mal“, gibt er zu, „auch wenn ich erst kürzlich in Mannheim einen Mitsubishi gewonnen habe.“

Ob ihm im fünften Anlauf endlich der erste Heimsieg gelingt, davon können sich Reitsportbegeisterte vor Ort selbst überzeugen. Sowohl Eintritt als auch Parkplätze sind frei und auch abseits des Parcours wird in den drei Turniertagen auf der malerischen Anlage eine ganze Menge geboten.

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