Video Sportler des Jahres 2017 : Vier „Neue“ auf dem Siegerpodest

Die glücklichen Gewinner der Sportlerwahl des medienhaus:nord.

Die glücklichen Gewinner der Sportlerwahl des medienhaus:nord.

Nur Volleyballerinnen verteidigen Titel bei der Sportlerumfrage. Denise Grahl, Hannes Ocik, Lea Friedrich und Felix Koslowski erstmals vorn

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01. Februar 2018, 20:55 Uhr

Unsere Umfrage nach den beliebtesten Sportlerinnen, Sportlern, Mannschaften und Trainern des Jahres 2017 ist Geschichte – und am Donnerstagabend wurde in unserem Verlagshaus das Geheimnis gelüftet, wen unsere Leserinnen und Leser als Sieger und Platzierte bestimmt haben.

Wie immer wurde es ein stimmungsvolles Stelldichein überwiegend guter alter Bekannter, aber auch von Sportlern, Sportlerinnen, Trainern und nicht zuletzt Lesern und Leserinnen, die sich am Abend erst kennenlernten und doch viel  zu erzählen hatten.

 

Natürlich gab es auch Überraschungen. „Nein, damit hätte ich nicht gerechnet“, bekannte zum Beispiel Frauen-Siegerin Denise Grahl, obwohl sie mit drei Silbermedaillen bei der Para-Schwimm-WM jede Menge für ihre Wahl getan hatte. „Ich weiß gar nicht, wer alles für mich gestimmt hat, aber auf jeden Fall danke ich allen“, sagte einigermaßen perplex Nachwuchs-Siegerin Lea Sophie Friedrich, die von der Junioren-WM im Bahnradsport  mit zwei Silber- und einer Bronzemedaille heimgekehrt war.

Und Volleyballcoach Felix Koslowski, nach zwei zweiten Plätzen  nun erstmals Trainer des Jahres, scherzte: „Erstes Ziel war es, Vorjahressieger Michael Timm rauszunehmen. Aber man sieht ja, selbst wenn er nicht auf der Vorschlagsliste steht, kommt er hintenrum doch wieder rein.“

In der Tat sorgte Box-Meistermacher Timm für ein Novum. Damit er und Jürgen  Brähmer sich nicht gegenseitig die Stimmen der Boxfans „klauten“, entschieden wir uns als Kandidat für Jürgen Brähmer. Dessen Top-Schützling Tyron Zeuge ist Profi-Weltmeister, der von Timm, Peter Kadiru, „nur“ U22-Europameister. Seinen Fans, nicht zuletzt aus Zarrentin, von wo er einst auszog, die Boxwelt zu erobern, sahen das aber ganz anders. Und „Timmi“ wurde als erster Nichtnominierter Dritter.

 

„Zum  Glück nur Dritter“, wie Jürgen Brähmer es ausdrückte. „Denn als Zweiter vor ihm zu landen, der ja auch mein Trainer ist, das fühlt sich schon gut an.“ Sogar noch mehr, als als „Vize“ der Athleten seinen eigenen Schützling Tyron Zeuge  übertrumpft zu haben.  Und ein Titel bleibt dem 39-Jährigen, der  sich in drei Wochen  ins millionenträchtige Finale um die Ali-Trophy boxen will, ja ohnehin: Niemandem gelang es zuvor, im gleichen Jahr als Sportler und Trainer aufs Podium zu kommen.

Noch nie war übrigens auch das Stichwort bei Nadine Kant. Die Kugelstoß-Europameisterin der W40 stand seit dem Silber von der Junioren-WM 1996 fast in jedem  Jahr auf der Kandidatenliste, aber noch nie unter den top drei. „Das bedeutet mir sehr viel“, freute sie sich über Rang drei in der Frauenwertung. Gewählt auch von Annedore Wittke aus Güstrow, unser Hauptgewinnerin unter den Lesereinsendungen, die sich  als Ehrengast des Abends „sehr wohl fühlte“. 

Ein Tablet als 2. Preis erhält Wolfgang Meyer (Redefin), den 3. Preis  – einen 50-Euro-Gutschein vom Media Markt – erhält Benno Müller (Schwerin).

Sportler des Jahres 2017: Die Gewinner

Frauen

  1. Denise Grahl, Schwimmen 1037
  2. Sarah Scheurich, Boxen 613
  3. Nadine Kant, Leichtathletik 402
  4. Katja Müller, Segeln 348
  5. Annett Damme, Gewichtheben 347
  6. Ramona Brussig, Judo 330
  7. Ornella Wahner, Boxen 207

Männer

  1. Hannes Ocik, Rudern 787
  2. Jürgen Brähmer, Boxen 424
  3. Andre Thieme, Pferdesport 398
  4. Kevin Wölbert, Speedway 304
  5. Arne Domeyer, Motorsport 225
  6. Peter Kadiru, Boxen 181
  7. Philipp Baar, Leichtathletik 154
  8. Tyron Zeuge, Boxen 150
  9. Michael Kruse, Triathlon 149
  10. Thomas Winkelmann, Triathlon 141
  11. Nils Schmiedeberg, Orient.-lauf 133
  12. Tobias Hell, Leichtathletik 122
  13. Harry Barth, Gewichtheben 108
  14. Tobias Wächter, Bahnrad 50

Mannschaften

  1. Schweriner SC, Volleyball 1666
  2. RV Lübtheen, Ringen 330
  3. Stefan Nimke/Kai Kruse, Rad 284
  4. Nording Bulls, E-Rollst.-Hockey 225
  5. FSCM, Fallschirm 217
  6. KC Einheit Schwerin, Kegeln 168
  7. M. Winkel/Cipra, Segeln 138
  8. ATSV Güstrow, Hallenhockey 134
  9. Schweriner Yachtclub, Segeln 115

Nachwuchs

  1. Lea Sophie Friedrich, Bahnrad 544
  2. Grün-Weiß Schwerin, Handball 415
  3. Lea Erler, Bogenschießen 349
  4. Niklas Ohm, Moto-Cross 279
  5. Ben Ernst, Speedway 241
  6. MFZK Schwerin, Schwimmen 229
  7. Dahnke/B. Winkel, Segeln 158
  8. Sophie Alisch, Boxen 162
  9. Clemens Prüfer, Leichtathletik 137
  10. Nele Niehusen, Bowling 130
  11. Laure Scheutzow, Leichtathletik 130
  12. Ole K. Grevsmühl, Leichtathletik 115
  13. Niels McDonald, Tennis 103
  14. Roman Zöllner, Leichtathletik 78
  15. Norick Blödorn, Speedway 72
  16. Carl Hinze, Bahnrad 72
  17. Viktor Jurk, Boxen 64
  18. Schöne/Thielemann, Segeln 36

Trainer

  1. Felix Koslowski, Volleyball 1157
  2. Jürgen Brähmer, Boxen 651
  3. Michael Timm, Boxen 604
  4. Andreas Rändler, Leichtathletik 342
  5. Uwe Juch, Judo 271
  6. Ronald Grimm, Bahnrad 249

Zusätzlich erreichten uns 1327 Stimmen, die ungültig waren oder für Kandidaten abgegeben wurden, die nicht auf unserer Vorschlagsliste standen.

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