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Damen im Viertelfinale : Tischtennis-EM: Männer siegen ohne Boll

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Die deutschen Frauen wollen den Titel erfolgreich verteidigen, die deutschen Männer wollen ihn sich zurückholen: Die Mannschafts-EM in Luxemburg ging für beide Tischtennis-Teams schon einmal gut los.

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erstellt am 13.Sep.2017 | 21:14 Uhr

Die beiden deutschen Tischtennis-Teams sind sehr erfolgreich in die Mannschafts-EM in Luxemburg gestartet.

Auch ohne ihren noch geschonten Starspieler Timo Boll gewannen die Männer ihr Auftaktspiel gegen Spanien mit 3:0. Bei den Frauen steht Titelverteidiger Deutschland sogar schon nach dem ersten Tag und zwei Siegen als Viertelfinal-Teilnehmer fest. Einem mühevollen 3:1 gegen Schweden folgte am Abend ein überzeugendes 3:0 gegen Ungarn.

«Von den Ergebnissen her bin ich mit dem ersten Tag zufrieden. Vor allem für die Damen war es ein kämpferisch guter Tag», sagte der deutsche Sportdirektor Richard Prause. Die Mannschaft von Bundestrainerin Jie Schöpp hat auch den Gruppensieg bereits vor ihrem letzten Vorrunden-Spiel gegen Kroatien sicher.

Bei den Männern ist die Ausgangslage klar: Dimitrij Ovtcharov, Boll und Co. verloren 2014 und 2015 überraschend die beiden Endspiele gegen Portugal und Österreich. Jetzt wollen sie sich im Sport- und Kulturzentrum d'Coque von Luxemburg einen Titel zurückholen, der vorher sechsmal in Serie ihnen gehörte. «Die Mannschaft ist fit und gut in Form. Deshalb bin ich sehr zuversichtlich», sagte Bundestrainer Jörg Roßkopf zum EM-Auftakt in einem ARD-Interview.

Gegen Spanien setzte sich der Weltranglisten-23. Ruwen Filus zunächst mit 3:1 Sätzen gegen Alvaro Robles durch. Die deutsche Nummer eins Ovtcharov und Doppel-Europameister Patrick Franziska siegten mit 3:0 gegen Carlos Machado und Jesus Cantero. Ovtcharov demontierte seinen Gegner in kurzer Zeit mit 11:3, 11:3, 11:4. Der Weltranglisten-Sechste Boll soll erst am Donnerstag mitspielen, wenn es gegen Weißrussland und Kroatien um den Gruppensieg geht.

Die deutschen Frauen hatten zumindest gegen Schweden deutlich mehr zu kämpfen. Nach der Auftakt-Niederlage der Weltranglisten-Neunten Han Ying lag auch die zweite Topspielerin Shan Xiaona in ihrem Einzel bereits mit 0:2 Sätzen zurück. «Ich wurde auf der Tribüne schon etwas nervös», gestand die dritte deutsche Spielerin Nina Mittelham. Shan Xiaona drehte ihr Match aber noch. Danach machten die erst 20 Jahre alte Mittelmann sowie Han Ying den deutschen Erfolg perfekt.

Das Team von Jie Schöpp muss bei dieser EM ohne zwei Topspielerinnen antreten: Petrissa Solja ist verletzt, Kristin Silbereisen schwanger. So besteht die neuformierte Mannschaft jetzt aus zwei in China geborenen Weltklasse-Spielerinnen, zwei erst 20 Jahre jungen Talenten und der erst kürzlich am Blinddarm operierten Sabine Winter. «Eine spannende Konstellation», sagte Richard Prause.

Gegen Ungarn gewannen steigerte sich das Team im Vergleich zum Schweden-Spiel deutlich. Han Ying gewann mit 3:1 Sätzen gegen Dora Madarasz. Shan Xiaona setzte sich danach sogar ohne Satzverlust gegen Szandra Pergel durch. Auch EM-Debütantin Mittelham feierte bei ihrem zweiten Turnier-Einsatz ihren zweiten Sieg. Die Nachwuchshoffnung vom TuS Bad Driburg schlug Mercedes Nagyvaradi ebenfalls mit 3:0 Sätzen.

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