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17. November 2017 | 19:00 Uhr

Speedway-WM : Teterow im Grand-Prix-Fieber

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Speedway-WM macht nach 2007 wieder in Deutschland Halt. Die „Arena“ erwartet am Sonnabend die Weltelite zum 200. Grand Prix

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Teterow ist im Grand-Prix-Fieber. Nach 2007 auf Schalke macht die Speedway-WM Sonnabend ab 19 Uhr wieder in Deutschland Halt (Training Freitag 17 bis 19 Uhr, Sonnabend ab 13 Uhr Fanmeile). Die „Arena“ am legendären Bergring erwartet die Weltelite der Stahlschuh-Drifter. „Wir haben alles für die Speedway-Fans aus aller Welt vorbereitet, damit sie ein tolles Rennen erleben können“, sagt Adolf „Adi“ Schlaack namens der Organisatoren, zu denen sich BSI als WM-Ausrichter die Stadtwerke Teterow und den ADAC Hansa ins Boot geholt haben. Dazu gehören Tribünen an den Geraden, Wellenbrecher für die Stehplätze – Campingstühle dürfen nicht genutzt werden – und ein Sicherheitskonzept. Platz ist damit für 23  500 Zuschauer. Kein Geheimnis ist, dass Schlaack als Speedway-Fan und als Chef des MC Bergring Teterow sich und den deutschen Fans einen Traum erfüllte. Teterow als achte von elf Stationen um die WM-Titel-Hatz hat sich zudem einen historischen Termin erkämpft. Die Bergringstadt geht in die Annalen der Speedway-WM als Veranstalter des 200. Grand Prix ein.

Dass es ein spannendes Rennen wird, zeigt ein Blick auf den WM-Stand. Da führt überraschend der Altmeister und dreifache Weltmeister (1997, 2011, 2014) Greg Hancock aus den USA mit 94 Punkten vor Jason Doyle mit 87 Punkten. Der Australier schob sich mit seinem zweiten Grand-Prix-Sieg in diesem Jahr im polnischen Gorzow (Landsberg/Warthe) knapp an Weltmeister Tai Woffinden (GB/86) vorbei. Damit ist vier Rennen vor dem letzten Drifting im australischen Melbourne die Spitze so eng beieinander wie lange nicht. Auf der Lauer liegen außerdem Chris Holder (Aus) und Bartosz Zmarzlik, die größte polnische WM-Hoffnung.

Die deutsche Wildcard erhielt Martin Smolinski. Der Olchinger, der die Grand- Prix-Serie 2014 als bisher einziger Deutscher mitfuhr, will wie bei seinem damaligen Auftaktsieg in Auckland in Teterow in der Weltspitze mitmischen. Sein Optimismus beruht auf seinem Abschneiden beim Grand-Prix-Challenge in Vetlanda. Er schaffte zwar nicht die Grand-Prix-Qualifikation. Aber mit seinem 5. Platz mit zehn Punkten kann er 2017 auf eine der vier Dauer-Wildcards hoffen. „Vetlanda hat gezeigt, dass ich mich überhaupt nicht verstecken muss“, sagt der Olchinger angriffslustig. In Teterow ist das Semifinale sein Ziel. „Wenn ich das schaffe, ist alles drin“, meint er. Martin Smolinski baut auch auf den Heimvorteil. Er kennt die „Arena“ aus vielen Rennen. An seiner Seite weiß er außerdem die deutschen Reservefahrer Kai Huckenbeck und Tobias Kroner.

Smoli wäre nicht Smoli, wenn er für die Stimmung nichts in petto hätte. „Ich werde 1000 Deutschland-Fahnen in der Arena verteilen lassen. Denn es gilt, den deutschen Bahnsport, wo es nur geht, zu beleben“, sagt der Bayer.

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