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Überraschung in Paris : Ringer Pascal Eisele holt WM-Bronze

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Die deutsche Medaillensammlung bei der Ringer-WM ist komplett. Nach Gold und Silber sorgt Pascal Eisele für die Überraschung. Der 24-Jährige holt in Paris Bronze.

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2017 | 21:53 Uhr

Pascal Eisele hat die WM-Party der deutschen Ringer in Paris fortgesetzt. Der 24-Jährige vom SV Fahrenbach gewann am zweiten Wettkampftag der Ringer-Weltmeisterschaften überraschend Bronze.

Im kleinen Finale bezwang er im Limit bis 80 Kilogramm den starken Europameister Zurabi Datunaschwili aus Georgien per Schultersieg vorzeitig. «Da fehlen mir die Worte, drei Medaillen mit Gold, Silber und Bronze nach zwei Tagen, einfach Wahnsinn», sagte Bundestrainer Michael Carl. Zuletzt hatte es 1994 zweimal Gold und einmal Bronze im griechisch-römischen Stil gegeben.

Zum Auftakt hatte Frank Stäbler als erster deutscher Ringer WM-Gold in einer zweiten Gewichtsklasse geholt. Der Weltmeister von 2015 in der Kategorie bis 66 Kilogramm gewann den Titel im griechisch-römischen Stil der Kategorie bis 71 Kilogramm. Denis Kudla holte mit Silber seine erste WM-Plakette bei den Senioren.

Eisele lieferte ein Riesenturnier. In seinem Auftaktduell zwang er den Türken Aslan Atem, der im Vorjahr in Budapest Vize-Weltmeister geworden war, auf beide Schultern. Im Viertelfinale unterlag der deutsche Europameister von 2016 dann dem auftrumpfenden Armenier Maksim Manukyan mit 0:3, katapultierte sich jedoch nach dessen Finaleinzug mit einem Hoffnungsrundenerfolg gegen den Schweden Alex Bjurberg Kessidis mit 6:1 Punkten ins kleine Finale. Im Kampf um Bronze schien Datunaschwili lange der stärkere Ringer zu sein, ehe sich Eisele einmal mehr in dieses Turnier zurückkämpfte.

Auch Eduard Popp (130 kg/VfK Neckargartach) war mit Siegen in die WM gestartet, der Olympia-Fünfte von Rio bezwang in seinem Auftaktduell den Inder Naveen Naveen mit 2:1 Punkten und setzte sich auch im Achtelfinale gegen Alin Alexuc-Ciurariu aus Rumänien mit 3:1 Punkten durch. Im Viertelfinale schied der DRB-Schwergewichtler allerdings gegen den Kubaner Oscar Pino Hinds mit 1:3 Punkten aus.

Oscar Pino Hids verlor später sein Halbfinale gegen den türkischen Titelfavoriten Riza Kayaalp. Damit konnte Popp auch nicht mehr über die Hoffnungsrunde ins Kampfgeschehen eingreifen.

Etienne Kinsinger (59 kg/KSV Köllerbach) musste eine knappe Niederlage gegen den Russen Stepan Maryanyan hinnehmen und auch Matthias Maasch (66 kg/SV Wacker Burghausen) hatte viel Pech bei seiner knappen 1:2-Punktniederlage gegen den Usbeken Elmurad Tasmuradow. Da Tasmuradov eine Runde später vom Russen Artem Surkow besiegt wurde und auch Maryanyan im Viertelfinale gegen Kenichiro Fumita aus Japan unterlag, sind beide DRB-Ringer ausgeschieden.

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