Springreiten im Landgestüt Redefin : Thomas Kleis räumt mächtig ab

Hallenlandesmeister Thomas Kleis auf seiner Stute AFP’s Questa Vittoria
Hallenlandesmeister Thomas Kleis auf seiner Stute AFP’s Questa Vittoria

Gadebuscher Derbysieger gewinnt in Redefin den Großen Preis und den Landesmeistertitel

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25. März 2015, 11:49 Uhr

Thomas Kleis aus Gadebusch hat den Großen Preis bei den Hallen-Landesmeisterschaften der Springreiter im Landgestüt Redefin gewonnen. In einem spannenden Viererstechen legte die Schwedin Denise Svensson (Neu Benthen) auf der neunjährigen Stute Askaria (v. Askari) als erste Starterin die Spur. Mit hohem Tempo auf zwei langen Wegen blieb sie in 33,25 Sek. fehlerfrei und setzte die Konkurrenz unter Druck.

Das schockte den Gadebuscher Thomas Kleis jedoch nicht, der auf AFP’s Questa Vittoria folgte. Der Derbysieger von 2009 ritt kurze Wege und galoppierte mit kontrollierter Offensive nach 32,43 Sekunden fehlerfrei ins Ziel. Paul Wiktor (Karow) unterbot auf Colonia zwar knapp Kleis’ Zeit, bekam aber einen Fehler und wurde Dritter vor Thorsten Wittenberg (Schenefeld), der ebenfalls einen Fehler hatte. Thomas Kleis: „Auf Questa Vittoria, mit der ich schon viele S-Springen gewonnen habe, kann ich mich immer verlassen. Dass sie nach so langer Pause, die sie einfach verdient hatte (sie ritt zuletzt im Herbst – d. A.), gleich wieder so toll mitmacht, darüber bin ich besonders froh und dankbar.“

Mit seinem Sieg und dem 5. Platz am Vortag in der 1. Wertung um die Meisterschaft, holte sich Thomas Kleis zugleich den Hallen-Landesmeistertitel. Denise Svensson, die wie Kleis in der 1. Wertung fehlerfrei blieb (11. Platz), holte Silber. Christoph Lanske aus Timmendorf gewann auf Lucy mit einem 6. und 7. Platz die Bronzemedaille.

Die 1. Wertungsprüfung hatte der Rüganer Paul Wiktor auf Voigtsdorfs Quonschbob mit zwei Sekunden Vorsprung gewonnen. Voigtsdorfs Quonschbob ist das Derbypferd von André Thieme, mit dem er in Karow eine Trainingsgemeinschaft bildet. In diesem Springen sattelte erstmals wieder Christoph Maack (Kirch-Mummendorf) nach einem Reitunfall beim CSI in Schwerin. Der 15-Jährige begeisterte die Fachwelt mit seinem Ritt auf der zehnjährigen Stute Dyleen, mit der er vor Philipp Makowei und Chival Regal Zweiter wurde. Auch im S-Springen am Freitag kam das Paar aus Kirch-Mummendorf bereits auf den 2. Platz.

In der Damenmeisterschaft waren nach zwei Wertungen drei strafpunktfrei, so dass die Rangierung in der zweiten Wertung über die Vergabe der Medaillen entscheiden musste. Ganze 24 Hundertstelsekunden, mit denen die Zirzowerin auf Crystal Rose das 2. Springen gewann, entschieden für Maximiliane Hoffschildt. Kathrin Wollert aus Tenze hatte das erste Springen auf der 12-jährigen Stute Cor du Cheval gewonnen und holte sich mit dem 2. Platz im zweiten Springen Silber. Bronze ging an Lina Junkelmann (Grevesmühlen), die sich auf der siebenjährigen Stute Arett vom 9. Platz auf den 3. im Finalspringen vorgearbeitet hat.

Spannend verlief die Konkurrenz der Nachwuchsreiter bis 21 Jahre. Dafür sorgte mit Lilli Plath (Poel) die mit 12 Jahren jüngste Teilnehmerin. In der ersten Wertung auf der Stute Alcira mit einem taktisch klugen Ritt fehlerfrei geblieben und unter den Meisterschaftskonkurrenten auf Platz 5, ritt sie im Zwei-Sterne M-Springen am Sonntag erneut sehr sicher und zügig. Am Ende war die Tochter von Andre Plath die einzige, die in beiden Springen fehlerfrei blieb und sich damit den Meistertitel sicherte. Christoph Maack kam auf Derbys dream auf den Silberplatz vor Martin Kühl aus Wetzenow.

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