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Rehna : Der Martensmann geht in Rente

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Horst Possehl in der Hansestadt Lübeck verabschiedet

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 23:56 Uhr

Der Lübecker Martensmann Horst Possehl setzt sich zur Ruhe. Der in Rehna über viele Jahre als Lübecker Bote die Menschen und Herzen der Kinder erfreute, wurde im Rahmen eines Rathausempfanges im Audienzsaal des Rathauses Lübeck durch Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer und Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe verabschiedet.

Bernd Saxe, Rehnas Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg und Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow dankten dem 75-Jährigen für seinen ehrenamtlichen Einsatz. Fast 15 Jahre lang hatte Horst Possehl jeweils um den 11. November, den Martinstag, herum ein Fass Rotwein von Lübeck nach Schwerin gebracht. Der Halt der vierspännigen Kutsche in der Klosterstadt Rehna gehörte dabei zu den wichtigsten Ereignissen des Festes. Anfang der 1990er-Jahre initiierte die Kulturinitiative Maurine-Radegast mit dem damaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Björn Engholm das Fest. Mit dem Weinpräsent sollen die gutnachbarlichen Beziehungen zu Mecklenburg-Vorpommern gepflegt werden.

Bereits beim ersten Fest besuchten mehr als 2000 Gäste den Martensmann in Rehna. Ein Fest, wie es heute noch in dieser Größenordnung in der Kleinstadt gefeiert wird.

Nach alten Überlieferungen wurde vor dem Deutschen Haus Rehna Station gemacht, nächtigte der Bote im Fachwerkbau, während dem Martensmann eines seiner Wein-Fässer geleert worden sein soll.

Von nun an wird Stefan Pagel den Brauch fortführen, der um das Jahr 1520 begann, um 1800 in Vergessenheit geriet. Der frühere Mitarbeiter des Lübecker Flughafens ist als Schulhausmeister bei der Stadt beschäftigt. „Er ist geschichtsinteressiert, kann auf die Leute zugehen und fließend Platt schnacken und er hat kein Lampenfieber“, lobt Protokollchefin Jutta Zachow die Vorzüge des Neuen. Nur das Kostüm seines Vorgängers dürfte nicht ganz passen: Stefan Pagel ist nämlich fast einen Kopf größer als der bisherige Martensmann.

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