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24. November 2017 | 23:35 Uhr

Redefin : Pferdefestival der Spitzenklasse

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Dreifach-Derbysieger Andre Thieme und der vielfache Dressur-Landesmeister Ronald Lüders treffen in Redefin auf starke Konkurrenz

Was das Wetter angeht, da kann auch Bettina Schockemöhle nur die Daumen drücken. Ansonsten aber hat die Organisationschefin alle Fäden fest in der Hand und mit ihren Mitstreitern alles getan, damit das 16. Pferdefestival Redefin ein Kracher wird. „Das Teilnehmerfeld ist überragend. Wir werden wieder großen Sport sehen“, freute sich die Ehefrau von Turnierdirektor Paul Schockemöhle gestern bei der Pressekonferenz im Schweriner Hotel Amedia Plaza. Springreiter aus 19 Nationen haben für das seit dem Vorjahr als Drei-Sterne-CSI daherkommende Turnier gemeldet. Und auch in der Dressur (CDN) wird es international mit Teilnehmern aus sechs Nationen.

Im Spring-Parcours trifft die gastgebende MV-Gilde um die Derbysieger André Thieme (Plau), der bereits dreimal in Hamburg gewann, Holger Wulschner (Groß Viegeln) und Thomas Kleis (Gadebusch) auf Spitzenkönner. So geben der schwedische Weltklassereiter Rolf-Göran Bengtsson, Clarissa Crotta (CH) oder auch Gert-Jan Bruggink (NL) dem Turnier internationales Flair. Von der deutschen Elite haben sich Meredith Michaels-Beerbaum und Ehemann Markus (Thedinghausen), Carl-Otto Nagel (Wedel) und Janne Friederike Meyer (Hamburg) ebenso angesagt wie Philip Rüping (Mühlen), der gerade erst am Wochenende in Hagen die erste Etappe der DKB-Riders-Tour als Zweiter beendet hat und im Vorjahr in Redefin das Championat gewann.

André Thieme, in Hagen jetzt Vierter und 2015 in Redefin Zweiter im Großen Preis, wird beim Pferdefestival entgegen der ursprünglichen Planung sein derzeit bestes Pferd Conthendrix schonen. „Aber dennoch komme ich natürlich nicht mit Pferden, mit denen ich in Redefin gar keine Chancen hätte“, betont der 41-Jährige, der einst in Redefin zum Reiter ausgebildet wurde und hier je zweimal das Championat und den Großen Preis gewann. Neben Quonschbob, mit dem er 2015 Derby-Zweiter war und den er sich von seinen jetzigen US-Besitzern für das Hamburger Derby in einer Woche wieder ausborgen durfte, wird er Cellisto und Emerton, „ein tolles siebenjähriges Pferd“, satteln.

Im Dressur-Viereck trifft MV-Serienmeister Ronald Lüders (Gutow) unter anderem auf eine sehr prominente Konkurrentin: Ingrid Klimke (Münster). Die Mannschafts-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin im Vielseitigkeitsreiten (früher Military genannt), gilt auch in der Dressur als eine exzellente Könnerin.

„Ich werde schon am Donnerstag einmal zur Probe reiten, damit ich am Freitag keine böse Überraschung erlebe“, sagte Ronald Lüders mit Blick auf das tolle, für Pferde aber anspruchsvolle Ambiente .

Der 50-jährige Dressurreiter präsentiert junge Talente im Nürnberger Burg-Pokal der sieben- bis neunjährigen Pferde und in den Qualifikationen zu den Bundeschampionaten der fünf- und sechsjährigen Pferde.

Absolute Hingucker gibt es am Freitag- und Samstagabend: Da ist zum einen das spektakuläre Speed-Derby unter Flutlicht am Freitag. Am Abend darauf zeigt das Landgestüt seine Hengste in einer von der SVZ präsentierten eindrucksvollen Show vor dem Portal des Reithauses und anschließend wird eingeladen zum Tanz in den Mai. Der Eintritt ist wie beim Pferdefestival gewohnt frei, außer für die Sitzplätze auf den überdachten Tribünen am Springplatz.

Ralf Herbst

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