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24. Oktober 2017 | 04:31 Uhr

Nur hauchdünn am Podest vorbei

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vierschanzentournee: Eisenbichler wird beim Sieg des Norwegers Tande Vierter im Neujahrsspringen von Garmisch-Partenkirchen

Markus Eisenbichler stand nach seinem tollen Auftritt lächelnd im Auslauf, obwohl ihm die Krönung beim Neujahrsspringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Patenkirchen gestern Nachmittag versagt geblieben war. Als Vierter flog der derzeit beste deutsche Skispringer zwar zum zweitbesten Weltcup-Ergebnis seiner Karriere. Beim Sieg des Norwegers Daniel-André Tande fehlten Eisenbichler aber 3,5 Punkte zum erhofften Platz auf dem Podium, den er schon beim Auftakt in Oberstdorf als Sechster knapp verpasst hatte. „Ich habe es leider nicht ganz geschafft, bin aber echt zufrieden mit dem vierten Platz“, sagte der 25-Jährige nach Sprüngen auf 136,5 und 139,5 Metern. Tande setzte sich in einem hochklassigen Wettbewerb mit Weiten von 138 und 142 Metern vor Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch (Polen) und Stefan Kraft (Österreich) durch. „Ich bin sehr glücklich mit Markus. Es war ein toller Tag für ihn. Die anderen waren einfach einen Tick besser“, sagte Bundestrainer Werner Schuster.

Vor 20 000 Fans an der ausverkauften Großen Olympiaschanze unweit der Zugspitze und einem Millionen-Publikum vor den Fernsehgeräten zeigte Eisenbichler keine Nerven und hielt dem Druck stand. Die Zusammenarbeit mit einem Psychologen vor zwei Jahren machte sich dabei bezahlt. „Wenn ich merke, dass ich nervös werde, habe ich verschiedene Techniken, um mich zu beruhigen“, hatte der Bundespolizist aus dem bayerischen Siegsdorf schon vor der Tournee verraten.

Nach seinem Sieg in der Qualifikation saß der 25-Jährige im ersten Durchgang erstmals als letzter Springer auf dem Balken. „Das war cool“, berichtete er. Mit seinem Satz auf 136,5 Meter, der ihn auf Rang vier brachte, war er nicht einmal richtig zufrieden: „Ich habe ein bisschen gemurkst.“

Auch der zweite Versuch war nicht optimal, obwohl es noch einmal drei Meter weiter ging. „Es sind noch kleine Fehler drin“, analysierte Schuster.

Am Mittwoch geht es mit dem dritten Springen in Innsbruck weiter.

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