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Teterower Bergringrennen : Nur die i-Tüpfelchen fehlten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Teterower Bergringrennen musste nach heftigen Regenfällen unmittelbar vor den Finalläufen abgebrochen werden

von
erstellt am 16.Mai.2016 | 20:55 Uhr

„Die Rettungsfahrzeuge kommen den Berg nicht mehr hoch. Wir können die Sicherheit von Fahrern und Zuschauern nicht mehr gewährleisten und müssen daher unser Rennen vorzeitig beenden.“ Bergring-Clubchef Adolf Schlaak musste schweren Herzens die letzte Pfingstveranstaltung unter seiner Regie – er wird im kommenden Frühjahr nicht mehr als Vorsitzender kandidieren und in die zweite Reihe zurücktreten – beenden, bevor sie in die entscheidende Phase kam. Zehn von 14 Sonntagsrennen waren absolviert, es fehlten „nur noch“ die Finalläufe der Moto-Cross-Solisten um den Hechtjungen- und den Speed-Cross-Pokal sowie die Entscheidungen der Bahnsportler um das Grüne Band und den Bergringpokal. „Es ist absolut richtig, die Veranstaltung zu beenden“, beurteilte der in der Nähe von Güstrow lebende Bahnsportler Enrico Janoschka, der am Sonnabend mit dem Lauf der Nationen sein zwölftes bedeutendes Rennen auf dem Bergring gewonnen hatte, die Absage.

Moto-Crosser Guido Skoppek sah das ganz anders: „Wir könnten ohne weiteres noch fahren, im Notfall auch im Handicap-Modus: Der bisher Langsamste startet zuerst, der Schnellste als Letzter“, schlug der Schweriner vor, was ihm heftige Kritik von Adolf Schlaak einbrachte.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Zuschauer – insgesamt haben laut Veranstalter am Wochenende trotz der angekündigten nasskalten Witterung 14 000 Besucher die Bergring-Kassen passiert – am Sonntagmittag bis auf Eis und Schnee praktisch das komplette Wetterspektrum erleben können. 20 Minuten vor dem Rennbeginn setzte ein recht kurzer Hagelschauer ein. Pünktlich zum ersten Start kam der erste Regen – ein gut 30-minütiger seichter Landregen.

Als dann die Sonne herauskam, hofften Zuschauer und Beteiligte, dass der Nachmittag planmäßig über die Bühne gehen könnte. Aber weit gefehlt: Pünktlich mit der Zielankunft der Moto-Cross-Seitenwagen nach ihrem letzten Punktlauf öffnete Petrus um 13.37 Uhr seine Schleusen. Die Quads traten zu ihrem letzten Punktlauf noch an und wurden bei der Zieldurchfahrt von heftigen Güssen empfangen. Allein schon, wie die geländegängigen Vierräder anschließend durch den Zielraum rutschten, ließ schlimmste Befürchtungen aufkommen.

Die Rennleitung tagte hinter verschlossenen Türen und entschied sich nach Rücksprache mit Fahrersprechern und Rettungsdienst schweren Herzens zum Abbruch.

 

Abgeschlossene Entscheidungen

500 ccm I-Lizenz, Lauf der Nationen
1. Janoschka (Güstrow), 2. Hülshorst (Lüdinghausen), 3. Fabriek (NL), 4. Katt (Neuwittenbek), 5. Knappe (Traunstein), 6. Cooper (GB).

Seitenwagen Cross
Endstand nach 4 Punktläufen (5-4-3-2-1 Punkte): 1. Engelbrecht/Hegewald (Letzingen) 18 Punkte, 2. Sauermann/Duhme (Hamburg) 13, 3. Schmelzer/Karnnatz (Plate/Wusterhausen) 10, 4. Helms/Helms (Gardeleben) 8, 5. Graf/Ueckermann (Kyritz) 7.

Quads bis 750 ccm
Endstand nach 4 Punktläufen (15-14-13-12 usw. Punkte): 1. Fraaß (Ludwigslust) 57 Punkte, 2. Menning (Hoppenrade) 52, 3. Rux (Teterow) 51, 4. Bischoff (Alsfeld) 41, 5. Gortmann (Illerbeck) 40, …13. Zielke (Schwerin) 17.
 

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