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Sportler aus MV bei den Paralympics : Nimke und Kruse erfüllen sich Medaillentraum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Paralympics: Tandem-Duo Nimke/Kruse Dritte auf ihrer Paradestrecke 1000 Meter

von
erstellt am 12.Sep.2016 | 08:00 Uhr

Der Schweriner Stefan Nimke ist einer der erfolgreichsten deutschen Bahnradfahrer und seit gestern der erste Deutsche, der bei Olympia und bei den Paralympics auf dem Treppchen stand. Als Pilot gewann der 38-Jährige zusammen mit seinem stark sehbehinderten Kai-Kristian Kruse (25/Hamburg) in neuer deutscher Rekordzeit von 1:01,787 min Bronze im 1000-m-Zeitfahren. Gold ging an Pilot Teun Mulder und Tristan Bangma (NL/59,822). „Ich freue mich wie Bolle. Das ist ein Riesending. Und das in meinem Alter“, jubelte Nimke.

„Das ist Wahnsinn, gigantisch, ein großer Moment. Vor allem wenn man bedenkt, wie kurz wir erst zusammen fahren“, ergänzte Kruse, der von Hamburg zum Schweriner SC kam und mit Nimke seit 2013 ein Tandem bildet. Kruse hatte bei den Paralympics 2012 schon Silber gewonnen – allerdings im Ruder-Vierer. Nimke gewann bei vier Olympischen Spielen je einmal Gold und Silber sowie zweimal Bronze. Die Paralympics-Medaille bedeute ihm aber „sehr viel“.

Möglicherweise setzt er seine Karriere sogar fort. „Jetzt könnte ich mit ruhigem Gewissen abtreten. Könnte! Ich habe immer noch Spaß am Radsport“, sagte der Polizeimeister schmunzelnd.

In der Nacht zu Sonnabend hatte Denise Grahl für eine weitere Schweriner Medaille gesorgt: Die kleinwüchsige Schwimmerin, die sportlich beim Hanse-SV Rostock zu Hause ist, gewann auf ihrer Paradestrecke, den 50 Metern Freistil, Silber. Im Finale verbesserte sie ihren im Vorlauf erzielten Europarekord noch einmal um sieben Hundertstel auf nun 33,16 s und musste nur McKenzie Coan (USA/32,42) den Vortritt lassen. Mit dem Silber feierte die WM-Dritte von 2015 ihren größten Erfolg. „Mit der Medaille hatte ich vorher gar nicht unbedingt gerechnet, daher freue ich mich umso mehr“, sagte die Kranken- und Altenpflegerin, die nach dem Motto „Rein ins Wasser und alles raushauen“ an den Start gegangen war.

Die Goalballer um die Rostocker Reno Tiede, Christian Friebel und Thomas Steiger verpassten nach dem 10:0 zum Auftakt gegen Algerien den zweiten Sieg knapp. Das Team unterlag Kanada mit 5:7.

Leichtathletin Jana Schmidt (1. LAV Rostock) konnte im Weitsprung nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Mit 3,53 m reichte es beim Sieg von Teamkollegin Vanessa Low nur für den 7. Platz.

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