DTM : Mercedes auf Titelkurs: Di Resta und Juncadella siegen

Der Spanier Daniel Juncadella vom Mercedes-AMG DTM Team HWA fährt über die Ziellinie. /ITR/DTM
Der Spanier Daniel Juncadella vom Mercedes-AMG DTM Team HWA fährt über die Ziellinie. /ITR/DTM

Mercedes dominiert das Deutsche Tourenwagen Masters weiter klar. Beide Rennen in Brands Hatch gewinnen Fahrer des Autoherstellers aus Stuttgart.

svz.de von
12. August 2018, 16:28 Uhr

Das Deutsche Tourenwagen Masters bleibt auf der Abschiedstour von Mercedes fest in der Hand des Stuttgarter Autobauers.

Der schottische Sterne-Fahrer Paul di Resta feierte am Sonntag beim 12. von 20 Saisonläufen im englischen Brands Hatch den zweiten Sieg in diesem Jahr, bleibt in der Gesamtwertung aber deutlich hinter dem Spitzenreiter Gary Paffett. Der Engländer fuhr auf dem knapp vier Kilometer langen Traditionskurs südöstlich von London als Zweiter ins Ziel und machte den fünften Doppelerfolg für Mercedes in diesem Jahr perfekt. Im ersten Rennen des Wochenendes am Samstag hatte bereits der Spanier Daniel Juncadella in einem Boliden der schwäbischen Marke triumphiert.

«Ein Sieg zu Hause ist toll. Das war ein super Rennen für mich», sagte der Brite di Resta beim TV-Sender Sat.1. Seinem Rivalen Paffett reichte der zweite Platz, um seine Führung in der Meisterschaftstabelle zu festigen. Dort liegt der DTM-Champion von 2005 mit nun 177 Punkten vor di Resta (148), dem DTM-Meister von 2010. BMW-Pilot Marco Wittmann aus Fürth (110) liegt klar zurück. Damit könnte es in den verbleibenden acht Rennen zu einem Zweikampf der beiden Briten und einem reinen Mercedes-Duell kommen.

«Den möglichen Sieg bei meinem Heimspiel habe ich schon beim Start verloren, als mich Paul überholt hat. Danach hat er das Rennen fehlerfrei beendet», sagte Paffett. Im Vergleich zu den vorherigen Rennen in Zandvoort vor vier Wochen baute er seinen Vorsprung auf di Resta sogar um zwei Punkte aus. «Genau das war hier mein Ziel.»

Di Resta und Paffett hatten sich auf dem Traditionskurs für frühe Boxenstopps entschieden und lagen damit richtig. Statt des von den Meteorologen angekündigten Regens blieb der Asphalt weitgehend trocken und bestätigte die Taktik von Mercedes. Dagegen wechselten die Audi-Piloten Jamie Green aus England und der gebürtige Neuwieder Mike Rockenfeller, die zwischenzeitlich das Feld anführten, die Reifen später und mussten sich dann hinter den Briten einordnen. In der Schlussphase des Rennens kam Titelverteidiger René Rast (Minden) im Audi immer näher an Paffett heran, konnte auf dem engen Kurs aber nicht mehr an ihm vorbeiziehen und wurde Dritter.

Am Samstag hatte Juncadella beim elften Saisonlauf seinen ersten DTM-Sieg überhaupt gefeiert. Der 27 Jahre alte Spanier setzte sich vor dem brasilianischen BMW-Piloten Augusto Farfus und dem Österreicher Lucas Auer in einem weiteren Mercedes durch. Im Gesamtklassement spielt Juncadella aber keine Rolle. Paffet fuhr in diesem Rennen auf den sechsten Platz. Di Resta kam nach 41 Runden nicht über den enttäuschenden 16. Platz hinaus. «Das tat gestern ein bisschen weh», sagte der 32-Jährige. Der frühere Formel-1-Pilot Timo Glock musste sich am Wochenende mit den Plätzen 13 und 11 zufrieden geben.

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