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Rallye Monte Carlo : Kremer bei der WM 2014

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Bremsanlage bremst Kremer bei der Monte ein

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erstellt am 19.Jan.2014 | 16:36 Uhr

Monte Carlo/Schwerin  

Neues Jahr, neues Auto, neues Glück? Ganz ging diese Formel für Rallye-Pilot Armin Kremer aus Severin bei Parchim und seinen Beifahrer Klaus Wicha bei der am Sonnabend  beendeten und Wetterkapriolen begleiteten Rallye Monte Carlo  leider nicht auf.

Nachdem sich das Duo im nagelneuen Ford Fiesta R5 zum Beginn der 82.  „Monte“ am vergangenen Donnerstag völlig in der Reifenwahl vergriffen hatte, landeten sie im Ziel der Wertungsprüfung (WP) 1 nur auf Gesamtrang 33. Dabei hatte Armin Kremer noch am Abend zuvor auf einen Witterungsumschwung von Regen auf Schnee hingewiesen. Kremer: „Alle Voraussagen zur Streckenbeschaffenheit gingen von trockner Piste aus. Von der Schneeglätte wurden wir alle völlig überrascht.“

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Das sprichwörtliche „Monte-Roulette“ nahm seinen Anfang und forderte Opfer – der erste prominente Ausfall war der Belgier Thierry Neuville (Hyundai i20 WRC).  Nach Führung in der WP 1 und 2 setzte dann der frühere Formel-1-Fahrer Robert Kubica (Pol) seinen Fiesta WRC in der WP 9 gegen ein Brückengeländer. Damit übernahm Weltmeister Sebastien Ogier aus Frankreich  im VW Polo R WRC die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab.

Armin Kremer führte zeitweise die Klasse WRC 2 an. Als jedoch nach einem Reifenschaden  in der WP 8 vorn links das Rad gewechselt werden musste, verlor er  drei Minuten und war nur noch Vierter in seiner Klasse.

In den WP-Wertungen 9 und 10 fuhr Kremer wie entfesselt und markierte in diesen beiden Prüfungen klassenübergreifend die Plätze 8 und 9. Im WRC2-Klassement  verbesserte er sich gleichzeitig wieder auf Platz zwei  hinter dem Ukrainer Yurii Protasov (Fiesta R5) und in der Gesamtwertung auf Rang 12.

Aus der Region um Gap führte die Rallye dann am späten Freitagabend Richtung Monaco, wo auf der Strecke nach Monte Carlo noch in der Nacht die WP 11 „Clumanc – Lambruisse“ über 20,77 km wartete.

Diesmal dauerte es übermäßig lange, bis Kremer im Wertungsresultat erschien und dann als Letzter (43.) in der Ergebnisliste mit einem Zeitverlust von über 25 Minuten auftauchte.  Per SMS klärte der Severiner auf: „Bremsversagen, konnten notdürftig Schaden beheben und sind jetzt auf dem Weg nach Monaco.“

Bei zwei Bremssatteln waren die Dichtungen kaputt, damit konnte sich kein Bremsdruck aufbauen. Kremer „parkte“ in einem Notausgang auf der WP, um Bremsflüssigkeit nachzufüllen. In der totalen Dunkelheit dauerte dies alles in allem runde 25 Minuten. In der WRC 2 war er daraufhin nur noch Vierter, und in der Gesamtwertung fiel er auf Rang 22 zurück.

Nacht der langen Messer versinkt im Schneechaos

Am Sonnabend gab es dann nochmals vier WP im Hinterland von Nizza. Jetzt zeigte das Team Kremer/Wicha wieder seine Leistungsfähigkeit. Zunächst belegte er in der WP 12  über den eingeschneiten Col de Turino Rang 11 und mit Platz 11 auf der anschließenden WP 13 erreichte er die  Servicepause in Monte Carlo.

Zahlreiche Fans warteten dann am Col de Turino auf die „Nacht der langen Messer“, die um 21 Uhr gestartete WP 14. Die aber versank   im Schneechaos –  über 20 Zentimeter Neuschnee führten zur Neutralisation dieser WP.

In der letzten, der 15. WP, fuhr Kremer dann noch einmal WRC2-Bestzeit und war da noch einmal Achtschnellster überhaupt!

Armin Kremer am Handy: „Wir sind sehr enttäuscht vom Ergebnis, aber auf die Technik haben wir im Auto keinen Einfluss. In der Summe unserer WP-Ergebnisse und unter Beachtung der extremen Bedingungen bin ich trotzdem zufrieden, immerhin wurden wir noch 12. der Gesamtwertung.“

Zum weiteren Saisonverlauf/Starts äußerte sich Armin Kremer noch nicht.

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