Speedway : Der Goldhelm geht erstmals nach Kroatien

Siegerehrung im Goldhelm-Rennen
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Siegerehrung im Goldhelm-Rennen

Vorjahresdritter Jurica Pavlic siegte gestern in Pardubice / Deutsche Fans jubeln über Platz drei für Martin Smolinski

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21. September 2015, 08:00 Uhr

Der Vorjahresdritte Jurica Pavlic gewann gestern das 67. Goldhelmrennen im böhmischen Pardubice. Es war der erste Goldhelm-Erfolg für Kroatien. Zweiter wurde Troy Batchelor (Aus). Auf den dritten Rang fuhr unter dem tosenden Beifall der vielen deutschen Fans, insbesondere aus MV, der Olchinger Martin Smolinski. Der deutsche Meister löste damit seine Ankündigung ein, sich ins große Finale zu kämpfen. Das war ihm das letzte Mal 2006 als Sechster gelungen. Gleichzeitig zog er mit dem Güstrower Hans-Jürgen Fritz gleich, der als Dritter von 1971 bislang der erfolgreichste Deutsche in Pardubice war.

Kevin Wölbert (Heidhof) und Tobias Busch (Stralsund) scheiterten in den Vorläufen. Wölbert verpasste das Semifinale aber nur ganz knapp. Die Majorität der Plätze entschied für Rohan Tungate (Aus). Busch startete mit einem zweiten Platz gut, blieb dann aber durch Sturz und Maschinenschaden ohne weitere Punkte.

Als Favorit für den Finallauf galt Patryk Dudek, der im Feld der 36 Fahrer aus 15 Ländern als einziger keinen Lauf verlor. Auch im Finale führte der Pole bis in die letzte der sechs Runden klar. Dann riss die Kette…

Mit einem nicht erwarteten zweiten Platz von Michael Härtel beim 41. Goldenen Band hatte das Goldhelm-Wochenende am Freitag einen furiosen Auftakt. Der Landshuter kämpfte sich mit zwei Siegen und drei dritten Plätzen ins Finale. Dort musste er nur dem Australier Max Fricke den Vortritt lassen. Der deutsche Juniorenmeister zeigte in den Vorläufen und im Semifinale sogar dem späteren Sieger zweimal das Hinterrad. Auch ein Sturz durch eine Rille im Bahnbelag stoppte ihn nicht. Dieser zweite Platz war nach den Siegen von Christian Hefenbrock (Liebental/2006) und dem Güstrower Mirko Wolter (1994) das beste Abschneiden eines deutschen Fahrers bei diesem internationalen Juniorenrennen, das seit 1975 ausgetragen wird. Dritter wurde der polnische Pokalverteidiger Krystian Pieszczek.

Die drei anderen deutschen Starter schieden wie erwartet in den Vorläufen aus. Steven Mauer (Wittstock) und Richard Geyer (Meißen) holten je zwei Punkte. Der Güstrower Hannes Gast brachte es auf immerhin fünf Punkte.

Auch beim dritten und entscheidenden Finallauf um die U21-WM am Sonnabend durften die deutschen Fans jubeln. Valentin Grobauer vom DMV White Tigers Team holte neun Punkte und buchte überraschend Rang sechs. Mit der Entscheidung um die WM-Krone hatte er aber nichts zu tun, denn er brachte nur fünf Punkte ins Finale mit. Den Titel holte sich wie erwartet Bartosz Zmarzlik. Der Pole siegte nach den drei Finalrennen mit 39 Punkten vor dem Dänen Anders Thomsen (34). Den Tagessieg holte sich statt des Weltmeisters mit Mikkel Michelsen ein zweiter Däne. Er erfuhr souverän 14 Punkte.

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