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«Serie wird es immer geben» : Berger glaubt trotz Mercedes-Abschied weiter an die DTM

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Der angekündigte Abschied von Gründungsmitglied Mercedes hat die DTM schwer getroffen. In Zandvoort trifft sich die Tourenwagen-Serie am Wochenende zum ersten Mal seit dem Schock. Es ist der Anfang vom Ende. Für Mercedes ganz sicher, vielleicht auch für die DTM.

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erstellt am 17.Aug.2017 | 11:06 Uhr

Zandvoort ist der Anfang vom Ende der Ära Mercedes in der DTM.

Für die Mitarbeiter, Fans und Fahrer des Autobauers aus Stuttgart ist nach dem angekündigten Ausstieg aus der Serie klar: Bleibt die Strecke in den Dünen im Rennkalender für die kommende Saison, gibt's in einem Jahr noch einen Zuschlag in den Niederlanden. Ansonsten heißt es schon an diesem Wochenende Abschied nehmen. Der sprichwörtliche Sand im Getriebe wird den Mechanikern nicht fehlen, die Reise ans Meer dagegen wohl schon.

Acht Rennen an vier Wochenenden noch in diesem Jahr, dazu die Saison 2018, dann war's das. Für Mercedes nach mehr als 400 Rennen ganz sicher. Vielleicht auch für die Tourenwagen-Rennserie DTM - auch wenn deren Chef Gerhard Berger davon überhaupt nichts wissen will. «Die Serie wird es immer geben. Sie ist stark genug», sagte er der Deutschen Presse-Agentur, räumte aber auch ein, dass die Ankündigung die DTM «auf dem falschen Fuß und zur falschen Zeit» erwischt habe. Seinen Optimismus zieht der ehemalige Formel-1-Pilot aus der noch verbleibenden Zeit. «Der Ausstieg ist noch eineinhalb Jahre weg. Bis dahin werden wir die eine oder andere Weiche für die Zukunft gestellt haben», sagte der Österreicher.

Auch die Macher beim Gründungsmitglied Mercedes halten nichts von der Einstellung «Nach mir die Sintflut». «Wir müssen jetzt in eineinhalb Jahren versuchen, die DTM gemeinsam auf sichere Füße zu stellen. Daran arbeiten wir, dafür wollen auch wir unseren Teil beitragen», betonte Teamchef Uli Fritz vor dem ersten Rennen nach Bekanntgabe des Abschieds. Die Schwaben wollen sich von 2019 an voll auf die Formel 1 und die Formel E konzentrieren.

Eine der größten Baustellen: Der TV-Vertrag mit der ARD endet schon am Ende dieser Saison. Die Ausschreibung läuft. «Das hat auch Einfluss auf die Verhandlungen», berichtete Berger. «Es gibt einige Gespräche. Zugegeben, sie sind schwieriger geworden, aber sie laufen. Und die Perspektiven stehen nicht schlecht.»

Ohne gesicherte Fernsehübertragung wird es sehr schwer, andere Hersteller neben den verbleibenden Kontrahenten Audi und BMW zu einem Einstieg zu bewegen. Was der Formel E, in der sich die langjährigen DTM-Rivalen alle wieder treffen, scheinbar spielend gelingt, ist für die Tourenwagen-Serie seit Jahren die größte Herausforderung: Mehr Marken gewinnen. «Dass wir auch schon vor der Mercedes-Entscheidung neue Hersteller an Bord holen wollten und auch müssen, das ist bekannt. In dieser Phase befinden wir uns derzeit. Man muss mit Optimismus an die Sache gehen. Das tun wir», betonte Berger.

Voller Zuversicht blickt auch das Mercedes-Team auf die verbleibenden Monate in der Serie, die die Schwaben als Rekordsieger wie keine andere Marke geprägt haben. «Wir können jetzt noch mal zeigen, was in uns steckt. Unser Anspruch ist, so gut wie möglich abzuschneiden und im Idealfall auch noch zwei Meisterschaften zu sichern», sagte Fritz.

Sein derzeit bester Mann, Lucas Auer, hat acht Rennen vor dem Saisonende 14 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Mattias Ekström und liegt hinter dem schwedischen Audi-Piloten und dessen Markenkollegen René Rast auf Rang drei der Fahrerwertung. Für den smarten Österreicher könnten eine erfolgreiche Aufholjagd und der DTM-Titel den Abschied sogar beschleunigen. Er gilt schon seit Monaten als Kandidat für die Formel 1. Und dieses Adieu würde wohl auch DTM-Boss Berger freuen. Der 22-Jährige ist sein Neffe.

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