Rallye-Pilot aus Severin : „Armin Kremer kann Weltmeister werden“

Armin Kremer (r. am Auto) und Co-Pilot Pirmin Winklhofer am Sonntag auf der Zielrampe der Rally Monte Carlo
Armin Kremer (r. am Auto) und Co-Pilot Pirmin Winklhofer am Sonntag auf der Zielrampe der Rally Monte Carlo

Armin Kremer ließ bei der „Monte“ mit Rang zwei in der WRC2-Klasse mehr als nur aufhorchen

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28. Januar 2016, 20:55 Uhr

Mit meist trockenen Pisten, jedoch auch nassen, teilweise vereisten und schneebedeckten Asphaltstrecken erwies sich die Rallye Monte Carlo, die „Königin aller Rallyes“, auch bei der 84. Ausgabe als tückisch. Armin Kremer (Severin) mischte im Skoda Fabia R5 dennoch vom Start weg in der WRC2-Spitze mit und hatte zwischenzeitlich sogar die Führung inne.

Dabei konnte sich Kremer nicht nur auf seinen erst 20-jährigen Beifahrer Pirmin Winklhofer bei dessen „Monte“-Debüt verlassen, sondern auch auf das BRR-Team mit Chef Raimund Baumschlager, der als Eisspion wertvolle Informationen für die optimale Reifenwahl lieferte.

Vor allem der lange Samstag hatte es in sich – auch für die deutsche Crew. Auf der 9. Wertungsprüfung (WP) fällte Kremer mit dem Fabia R5 einen Telefonmast und legte nur eine WP später einen Highspeed-Dreher auf die spiegelglatte Fahrbahn. Damit nicht genug, musste der Ex-Europameister auf WP 11 nach einem Reifenschaden sechs Kilometer lang auf der Felge fahren und verlor über eine Minute. Verständlich, dass der Routinier sich fortan darauf konzentrierte, Platz zwei in der WRC2 zu verteidigen. Allerdings nicht, ohne seinen ursprünglichen Ambitionen nochmals Nachdruck zu verleihen und auf der ersten Sonntags-WP auf trockener Piste die Bestzeit zu markieren.

„Zweiter in der WRC2 ist bei dieser Konkurrenz mehr, als wir erwarten konnten. Entsprechend zufrieden bin ich mit diesem Saisonstart“, sagte der 47 Jahre alte Pilot. Das ganze Team hat super gearbeitet. Deshalb freue ich mich schon jetzt auf unseren nächsten WM-Einsatz.“

Den Ritterschlag gab es von Teamchef Baumschlager: „Armin hat einen perfekten Job abgeliefert und seine Außenseiterchancen in der WRC2-WM untermauert. Das wird gegen die Werksteams von Citroën, Peugeot, Ford und Skoda zwar ein schwieriges Unterfangen, aber nach dieser Leistung bei der Monte, ist Armin sogar der WM-Titel zuzutrauen.“

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