Tischtennis-Team-EM : Mit Boll zum dritten Sieg: Deutschland im Viertelfinale

War bei seinem Einstand bei der Tischtennis-Team-EM siegreich: Timo Boll.
War bei seinem Einstand bei der Tischtennis-Team-EM siegreich: Timo Boll.

Auch die deutschen Männer haben bei der Tischtennis-Team-EM locker das Viertelfinale erreicht. Drei Spiele, drei Siege: So lautet die Vorrunden-Bilanz des Top-Favoriten. Die beiden besten deutschen Spieler warnen ihre Kollegen jedoch vor der K.o.-Runde.

svz.de von
14. September 2017, 23:24 Uhr

Die Team-EM in Luxemburg hat nun auch für den größten deutschen Tischtennis-Star begonnen. Rekord-Europameister Timo Boll verhalf der deutschen Nationalmannschaft zu einem lockeren 3:0-Sieg in ihrem letzten Vorrunden-Spiel gegen Weißrussland.

Der große Favorit Deutschland rauscht damit weiter im Eiltempo durch dieses Turnier. Viertelfinal-Einzug und Gruppensieg hatte das Team von Trainer Jörg Roßkopf zuvor schon nach zwei von drei Partien perfekt gemacht. Am Freitag werden Ovtcharov, Boll und Co. mit dem Beginn der K.o.-Runde erstmals bei dieser EM gefordert. Viertelfinal-Gegner ist die Ukraine.

«Wir haben in der Vorrunde wenig Energie gelassen», sagte der Weltranglisten-Sechste Boll, der beim 3:0 gegen Kroatien und beim 3:0 gegen Spanien noch geschont worden war. «Jeder kam zum Einsatz und konnte seinen Rhythmus finden. Es ist aber auch eine gefährliche Situation, wenn man nur einfache Spiele und wenig Gegenwehr hat - und dann plötzlich in der K.o.-Runde hellwach sein muss.»

Gegen Weißrussland gewann Boll sein Spiel gegen Kiril Barabanow mit 3:1 Sätzen. Die beiden anderen Punkte für Deutschland holten Doppel-Europameister Patrick Franziska gegen Pawel Platonow (3:0) sowie Ricardo Walther gegen Gleb Schamruk (3:0).

Auch der gegen Weißrussland geschonte Dimitrij Ovtcharov warnte seine Teamkollegen. «Es lief bislang zu einfach bei diesem Turnier. Wir wurden hier noch von keinem Gegner richtig gefordert», sagte die deutsche Nummer eins. «Deshalb müssen wir auf der Hut sein.»

Ovtcharovs Appell hat einen Hintergrund: Sechs Mal in Serie gewann die deutsche Mannschaft bis 2013 den EM-Titel. 2014 und 2015 gingen die Endspiele gegen Portugal und Österreich jedoch überraschend verloren. «Wir gehen nicht mehr mit dem unbändigen Selbstvertrauen in diese EM, dass wir am Ende eh wieder gewinnen werden - egal, was passiert», sagte der Weltranglisten-Vierte.

Dennoch ist der Respekt vor dem deutschen Team bei dieser EM sehr groß. In Erwartung einer klaren Niederlage gegen den Turnierfavoriten ließen die Kroaten am Vormittag ihre beiden besten Spieler auf der Bank. Die sollten am Abend lieber ausgeruht in das entscheidende Spiel um den zweiten Gruppenplatz gegen Spanien gehen.

Ovtcharov blieb auch gegen Kroatien ohne Satzverlust. 3:0 gewann er sein Spiel gegen Filip Cipin. Den ersten Sieg hatte zuvor Ruwen Filus gegen Tomislav Kolarek (3:1) geholt. Am Ende gewann Ricardo Walther bei seinem ersten EM-Einsatz ebenfalls mit 3:1 gegen Frane Kojic. «Ich war 2015 dabei, als wir gegen Österreich verloren haben. Das hat sehr wehgetan. Jetzt bei meiner zweiten EM will ich den Titel holen», sagte der 25-Jährige vom ASV Grünwettersbach.

Die deutschen Frauen standen bereits nach dem ersten Turniertag als Viertelfinal-Teilnehmer fest. Dort treffen sie am Freitag auf Polen. Am Donnerstag gewannen Sabine Winter, Nina Mittelham und Wan Yuan gegen Kroatien mit 3:1. Die beiden Top-Spielerinnen Han Ying und Shan Xiaona wurden in dieser Partie für das Viertelfinale geschont.

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