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Ironman-70.3. ’Championat : Michael Raelert Europameister

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

„Bewiesen, dass ich weiter zur Weltspitze gehöre“: Rostocker zermürbt bei der 70.3-EM im dänischen Helsingør die Konkurrenz

Superlative für ein eindrucksvolles Comeback von Michael Raelert nach seinem Sieg gestern bei der Ironman-70.3.-Europameisterschaft in 3:42:52 Stunden für die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen im dänischen Helsingør durch die auf den Plätzen
folgenden Andreas Böcherer (Freiburg/+1:34 Minuten) und Nils Frommhold (Potsdam/+2:27). Letzterer meinte: „Das war eine super Performance.“ Böcherer sagte: „Auf den ersten Laufkilometern zermürbte er mich, ließ nicht nach. Gegen Michael war kein Kraut gewachsen.“

Mit dem Erfolg endete für den Triathleten von der TG triZack Rostock eine – auch wegen Erkrankung – seit Ende Oktober 2015 anhaltende Durststrecke. „Michi“ holte nach 2010 und 2012 zum dritten Mal einen EM-Titel. Der Halbironman-Weltmeister der Jahre 2009 und 2010 qualifizierte sich damit nicht nur direkt für die WM am
9. September in Chattanooga, sondern verbesserte sich auch im Quali-Ranking für die Ironman-WM auf Hawaii so deutlich, dass ihm mit einer Top-Ten-Platzierung bei der Ironman-EM am 8. Juli
in Frankfurt/Main das WM-Ticket sicher sein würde.

„Ich habe heute bewiesen, dass ich noch nicht zum alten Eisen, sondern weiter zur Weltspitze gehöre. Meine offensive Taktik ist voll aufgegangen. Von Beginn der 113 Kilometer an habe ich dem starken internationalen Feld mein Tempo aufgezwungen und viel Selbstvertrauen für künftige Aufgaben gewonnen“, freute sich der 36-Jährige über den insgesamt 18. 70.3-Sieg seiner Laufbahn.

In der Tat zog der Hansestädter eine richtige One-Man-Show ab. Schon beim Schwimmen im Fährbecken ließ er nichts anbrennen, stieg nach 21:45 Minuten an Position eins aus dem Wasser. Schnell entwickelte sich die EM zu einem Dreikampf mit dem einen Rückstand von 15 Sekunden aufholenden Böcherer und Frommhold. Mit einem sagenhaften Schnitt von 44,32 km/h absolvierte das Trio die Rad-Strecke. Der Vorsprung auf Titelverteidiger Andreas Dreitz (Bayreuth/später Zehnter in 3:54:55 h) betrug bereits zweieinhalb Minuten. Beim Halbmarathon setzte Michael Raelert die nächste Duftmarke, verschärfte sofort das Tempo mit einem Schnitt von 3:21 Minuten pro Kilometer auf den ersten 6000 Metern. Böcherer (+43 Sekunden) und Frommhold (+51) mussten abreißen lassen. Ab „Halbzeit“ kontrollierte Michael Raelert das Rennen und bewältigte die 21,1 km in 1:14:36 h (drittschnellste Laufzeit).

Bronze holte Gerald Rußbüldt (4:51:44) in der Altersklasse M60-64, Ralf Buchner (beide Tri Fun Güstrow/ 4:40:13) kam in der M45-49 auf Rang 26, und die Schwerinerin Anja Wittwer wurde in 5:11:44 Fünfzehnte in der W30-34.

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