WM 2022 : Merkel erwartet Verbesserungen für Katar-Gastarbeiter

Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich in Berlin mit Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich in Berlin mit Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen auf den Baustellen für die Fußball-WM in Katar 2022.

svz.de von
15. September 2017, 13:06 Uhr

«Wir wollen, dass die Gastarbeiter besser behandelt werden», sagte Merkel nach einem Treffen mit Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani in Berlin. «Da ist ein Reformprozess in Katar in Gang gekommen, und ich wünsche mir, dass dieser Reformprozess auch fortgesetzt wird.»

Die WM-Stadien in dem kleinen, aber extrem reichen Wüstenstaat Katar werden mit Hilfe tausender Gastarbeiter aus Ländern wie Bangladesch, Indien oder Nepal gebaut. Die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen werden von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert. Amnesty International hatte Ende vergangenen Jahres auch eine eingeleitete Arbeitsrechtsreform für nicht ausreichend erachtet.

Merkel hatte sich schon Anfang September im Fernsehduell mit ihrem Herausforderer bei der Bundestagswahl, SPD-Chef Martin Schulz, kritisch zur Ausrichtung der Weltmeisterschaft durch das Golfemirat geäußert. Auf die Frage, ob sie die Entscheidung für Katar gut finde, sagte sie: «Nicht so besonders gut.» Die WM soll nicht wie üblich im Sommer, sondern im November und Dezember 2022 stattfinden.

Auswärtiges Amt zu Katar

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