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20. August 2017 | 19:32 Uhr

Radsport : Meisterschaften als Nagelprobe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tandemduo Nimke/Kruse: Bei nationalen Bahn-Titelkämpfen Paralympics im Blick

Ein arbeitsreiches Wochenende haben Olympiasieger Stefan Nimke und sein stark sehbehinderter Hintermann Kai Kruse vom Schweriner SC vor sich. Die beiden deutschen Tandem-Starter bei den Paralympics in Rio werden bei den deutschen Bahnmeisterschaften im Paracycling in Köln sowohl über 4000 m als auch über ihre Paradestrecke, die 1000 Meter, sowie im Sprint an den Start gehen. Dabei dürfen sie sich in allen drei Disziplinen berechtigte Chancen auf die Goldmedaille ausrechnen.

Neben der sportlichen Herausforderung geht es aber auch wieder darum, mit Blick auf Rio ihre beiden Tandems weiter auszutesten und zu vervollkommnen. Zuletzt hatten sie da bekanntlich ein paar Schwierigkeiten. So war ihnen beim Sprintercup in Rostock eine Felge gerissen. „Da merkt man dann, welch gewaltige Kräfte wirken. Wenn das Tandem auf der erhöhten Bahn nach oben abdriften will und man spürt, wie der Reifen anfängt hin- und herzuwalken, wird einem schon ein bisschen anders und man hat am Lenker einige Mühe, das Gefährt in Spur zu halten“, sagt Nimke.

Vor allem ihre Paradestrecke, die 1000 Meter, wird in Köln eine wichtige Standortbestimmung in Richtung Paralympics in Rio sein. Dort wollen die WM-Dritten von 2015 in den Medaillenkampf eingreifen. Wie schwer das wird, bekamen sie bei den Paracyling-Weltmeisterschaften im März in Italien zu spüren. Dort fuhren sie mit 1:02,499 min deutschen Rekord – und wurden „nur“ Vierte. Diesen Rekord jetzt in Köln weiter zu verbessern, wäre mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung.

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erstellt am 08.Jul.2016 | 21:00 Uhr

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