Stabhochsprung : Strutz muss die Saison abschreiben

Stabhochspringerin Martine Strutz
Stabhochspringerin Martine Strutz

Stabhoch-Ass bei Fahrradunfall an der Schulter verletzt

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28. Juni 2017, 08:00 Uhr

Aufschluss über die Schwere der Verletzung soll heute eine MRT-Untersuchung liefern, die Entscheidung aber ist bereits gefallen: Stabhochsprung-Ass Martina Strutz (Hagenower SV) bricht die Leichtathletiksaison 2017 ab.

Eine ins Fahrrad gelaufene Katze hatte die 35-Jährige über den Lenker gehen und auf die linke Schulter stürzen lassen. „Zum Glück hatte ich einen Helm auf – und ich werde auch nie wieder ohne Helm fahren“, sagt Martina Strutz: „Aber die Schulter ist arg lädiert, im Moment brauche ich sogar Hilfe beim Anziehen.“

Der Unfall hatte sich schon in der vorigen Woche ereignet, aber natürlich hofft man als Athlet in solch einem Fall, dass sich die Blessuren als nicht so schlimm herausstellen. Zumal diese Saison für Martina Strutz ohnehin unter keinem guten Stern stand. Bei ihrem Freiluftdebüt des Jahres, dem Marktplatzspringen im Mai in Recklinghausen, hatte die Vizeweltmeisterin von 2011 gleich zu Beginn einen Muskelfaserriss in der Wade erlitten. Das hatte ihre Planung Richtung WM im August in London über den Haufen geworfen. Eine rechtzeitige Heilung vorausgesetzt, wollte Martina nun nächste Woche bei den deutschen Meisterschaften, dem Hauptnominierungswettkampf für die WM , ihre erste sportliche Duftmarke des Jahres setzen.

„Dann muss ich eben im Training möglichst schon mal die 4,70 m angehen“, hatte die erfahrene Athletin gesagt und sich offenbar mit Plan B angefreundet. Doch auch der ist nun Makulatur. „Es wäre auch eng geworden“, gesteht sie ein. „Die Wade ist immer noch nicht schmerzfrei. Aber natürlich hätte ich mit Blick auf die WM alles versucht – ohne zu wissen, wie es ausgeht.“

Das neue Ziel heißt nun: EM 2018 in Berlin. Und das wesentlich von Martina Strutz mitgestaltete 2. Schweriner Stabhochsprungmeeting am 23. Juli soll wie geplant über die Bühne gehen. „Silke Spiegelburg hat bereits zugesagt, ebenso die Schwedin Malin Dahlström sowie die deutschen Spitzenspringerinnen Annika Roloff, Anjuli Knäsche und Caroline Hingst. Und ich kann mich halt mehr in die Organisation einbringen“, sagt Martina.

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