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Martina Strutz : Mit Hochzeitsschwung auf WM-Kurs

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das frisch vermählte Stabhochsprung-Ass Martina Strutz startet morgen in die Saison / Bislang viele Parallelen zum Erfolgsjahr 2011

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erstellt am 20.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Frisch vermählt und mit Schwung aus der Erinnerung an ihr Superjahr 2011 steigt Stabhochspringerin Martina Strutz vom Schweriner SC morgen in die Freiluftsaison 2015 ein. Diese hält als Höhepunkt die Weltmeisterschaften in Peking (22. bis 30. August) bereit. Für die will sich „Strutzi“ qualifizieren – wofür eine Norm-Höhe von 4,55 m vom DLV gefordert ist, aber schwerlich ausreichen dürfte, um einen der drei deutschen Startplätze zu ergattern. Das ganze Trachten der Schwerinerin zielt aber schon jetzt darauf, dann in China möglichst eine ähnlich markante Rolle zu spielen wie beim Gewinn der WM-Silbermedaille vor vier Jahren mit ihrem noch heute bestehenden Hausrekord von 4,80 m.

Schon traditionell hat die 33-Jährige, die am 30. April ihrer bisherigen Lebensgefährtin Steffi auch offiziell das Jawort gab, für den Saisoneinstand das morgige Marktplatzspringen von Recklinghausen erwählt. „Dort haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht“, begrüßt auch Trainer Thomas Schuldt die (letztlich gemeinsam getroffene) Wahl, „auch vor vier Jahren ist ,Strutzi‘ dort gestartet und mit 4,58 m gleich so hoch gesprungen wie nie zuvor“.

Eine solche Höhe sollte – annehmbares Wetter vorausgesetzt – für Deutschlands erfolgreichste Stabhochspringerin, die ihrem WM-Silber ein Jahr später EM-Silber folgen ließ, auch morgen Nachmittag wieder drin sein. „Überhaupt kann man sagen: Es läuft wie 2011, unserem großen Erfolgsjahr“, freut sich Trainer Schuldt und erläutert: „Unsere aktuelle Vorbereitung ist quasi eine Blaupause der damaligen. Die sogenannten Zubringerleistungen, also vor allem Kraft- und Schnelligkeitswerte, bewegen sich auf dem gleichen hohen Niveau, sind sogar nahezu identisch.“

Nun muss sein Schützling diese nur noch in Höhe umsetzen. Dass im Techniktraining dieser Woche noch nicht alles nach Wunsch lief, sieht das Duo gelassen. Nach dem zuletzt sehr intensiven Krafttraining sei das normal. Und schon in Recklinghausen, wo eine leicht federnde Planche dem Anlauf zumindest ein klein wenig zusätzlichen Schwung verleiht, könne das schon anders aussehen. „Das wird schon noch. Die Sicherheit kommt mit den Wettkämpfen“, weiß Martina Strutz aus Erfahrung. Der nächste lässt auch gar nicht lange auf sich warten. Am Pfingstsonntag geht „Strutzi“ beim IAAF World Challenge Meeting in Hengelo (NL) schon wieder an den Start.

 

 

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