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Chefbundestrainer : Lambertz vor Schwimm-WM: «Alles paletti»

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Vor der Schwimm-WM feilt Trainer Henning Lambertz mit seinen Athleten an Details. Der Deutsche Schwimm-Verband will nach den Misserfolgen von Olympia in Rio wieder positive Schlagzeilen produzieren. Für die Beckenschwimmer gibt es eine große Unbekannte.

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 13:32 Uhr

Der deutsche Chefbundestrainer Henning Lambertz ist wenige Tage vor Beginn der Schwimm-WM zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung seiner Athleten.

«Bisher ist alles paletti, alles gut», sagte er der Deutschen Presse-Agentur vor dem am Freitag beginnenden Saisonhöhepunkt in Budapest. «Was wir jetzt noch machen, ist vor allem Formzuspitzung. Die Basisarbeit ist gelegt.»

In den ersten Tagen der Weltmeisterschaften sind zunächst die deutschen Freiwasserschwimmer, Wasserspringer und Synchronschwimmerinnen gefordert. Die von Lambertz trainierten Beckenschwimmer starten am 23. Juli in die bis zum 30. Juli dauernden Wettkämpfe. Eine Medaillenprognose gibt Lambertz ein Jahr nach der Olympia-Pleite nicht ab. Die größten Hoffnungen im Becken sind Lagen-Ass Philip Heintz, Brustschwimm-Weltmeister Marco Koch und Schmetterlings-Spezialistin Franziska Hentke.

«Es geht jetzt nicht mehr darum, Defizite abzustellen, sondern Vorhandenes optimal auszuprägen», sagte der Chefbundestrainer, der mit den meisten seiner Sportler derzeit in Heidelberg trainiert. «Wer jetzt noch keine gute Grundlagenausdauer hat, bekommt sie auch nicht mehr bis zur WM, gleiches gilt für Kraftvoraussetzungen.»

Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) tritt nach der Qualifikation mit sehr harten Normen nur mit einem Mini-Kader bei den Beckenwettbewerben an. Lambertz ist optimistisch: «Alle 14 nominierten Teammitglieder haben die Grundvoraussetzungen, um eine klasse Weltmeisterschaft zu schwimmen.» Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro war der DSV im vergangenen Sommer wie vier Jahre zuvor in London ohne Beckenmedaille geblieben.

In Budapest geht es in einer neuen Schwimmhalle direkt am Donau-Ufer um WM-Ehren. «Wir kennen die Halle bisher auch nur von Bildern, Präsentationen und aus dem Internet», meinte der Chefbundestrainer. «Wir waren noch nicht dort und müssen uns überraschen lassen. Deshalb fahren wir aber auch vier Tage vorher hin.» Dadurch habe man genug Zeit, sich vor Ort alles in Ruhe anzuschauen.

Lambertz freut sich auf eine stimmungsvolle WM. «Die Ungarn sind ein begeistertes Volk, was Schwimmsport und Wassersport überhaupt angeht», sagte er. «Immer wenn ein Schwimmbad ganz neu und schön ist, kommt ein ganz besonderes Flair rüber. Darauf freuen wir uns sehr.»

Informationen zur Schwimm-WM (englisch)

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