Champions League : Jichas Liebeserklärung an Spitzenreiter THW Kiel

Kiels Nikola Bilyk steuerte acht Tore bei. /dpa
1 von 3
Kiels Nikola Bilyk steuerte acht Tore bei. /dpa

Der deutsche Rekordmeister verbringt nach dem Sieg über Montpellier den Jahreswechsel als Tabellenführer in der Champions League. Die SG Flensburg-Handewitt bleibt nach der sechsten internationalen Pleite in Serie Fünfter.

von
01. Dezember 2019, 20:47 Uhr

Der frühere Welthandballer Filip Jicha war hin und weg nach der Gala in der Champions League.

«Ich liebe meine Mannschaft», sagte der Trainer des Bundesligisten THW Kiel am Mikrofon des TV-Senders Sky, nachdem seine Schützlinge ihr Heimspiel gegen den französischen Vertreter Montpellier HB dank einer kämpferisch starken Leistung mit 33:32 (16:19) gewonnen hatten. 

Mit dem Sieg über den Champions-League-Sieger von 2018 sorgten die «Zebras» dafür, dass sie als Tabellenführer der Vorrundengruppe B ins neue Jahr gehen. Nach sieben Siegen, zwei Remis und einer Niederlage haben die Kieler 16:4 Punkte auf ihrem Konto. Ein gutes Polster auf dem Weg, die Gruppenphase als Erster zu beenden und somit das Achtelfinale zu überspringen. «Als Zwischenbilanz ist das sehr schön. Vor allem, weil man damit nicht rechnen konnte», sagte Jicha. «Das macht Spaß, aber es ist eben auch nur eine Zwischenbilanz.»

Bei der SG Flensburg-Handewitt dauert die internationale Durststrecke indes weiter an. Gegen den dänische Titelträger Aalborg HB gab es für den deutschen Meister eine 29:32 (15:18)-Heimniederlage. Nach der sechsten Pleite in Serie bleibt die SG mit jetzt 7:13 Punkten Fünfter der Gruppe A. Das Achtelfinale ist zwar weiterhin nicht in Gefahr, doch dem Bundesliga-Tabellenführer droht in der ersten K.o.-Runde ein schwerer Gegner und ein Rückspiel in fremder Halle. «Gerade die zwei Niederlagen gegen Aalborg tun weh», sagte SG-Coach Maik Machulla nach dem Spiel bei Sky: «Deshalb hängen wir jetzt in der Tabelle hinterher.»

Beim Rekordmeister aus Kiel ist auffällig, dass er alle Minuspunkte vor heimischem Publikum kassierte. So gab es gleich in der ersten Partie ein 30:30 gegen den polnischen Meister KS Vive Kielce. Es folgten das 27:28 gegen den portugiesischen Titelträger FC Porto und das 32:32 gegen den ukrainischen Champion HC Saporoschje. Nur gegen den HC Brest aus Weißrussland gab es beim 31:23 einen Heimsieg.

«Wir hatten zuletzt in der Champions League zu Hause keine guten Leistungen gezeigt. Das wollten wir unbedingt ändern», sagte Nikolay Bilyk nach dem Spiel gegen Montpellier. An diesem Erfolg hatte der Österreicher mit insgesamt acht Toren, darunter der entscheidende Treffer zum 33:32, entscheidenden Anteil. Coach Jicha betonte, dass sein Team in jedem Spiel alles investiert habe. Nur bei der Heimniederlage gegen Porto sei der Schalter zu spät umgelegt worden.

Die schwankenden Darbietungen erklärte Jicha mit den enormen Belastungen in Liga, DHB-Pokal und europäischer Königsklasse. «Der Kalender begünstigt die deutschen Mannschaften nicht», sagte der Tscheche. So mussten die Kieler keine 48 Stunden vor der Partie am Samstag das Bundesliga-Spiel beim HC Erlangen (31:27) bestreiten. Und schon am Dienstag steht das Pokal-Viertelfinale beim TVB Stuttgart auf dem Programm. Danach warten bis zum Jahresende noch weitere sieben Liga-Spiele auf den THW, bei den Flensburgern sind es noch deren fünf. Wahrlich kein leichter Weg.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen