zur Navigation springen

Stabhochsprung mit Martina Strutz : Jagd auf Rekord und Olympianorm

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sonntag ab 15 Uhr: Erstes Schweriner Stabhochsprungmeeting im Stadion Lambrechtsgrund verspricht spannenden Sport

von
erstellt am 28.Mai.2016 | 16:00 Uhr

Wenn alle Faktoren mitspielen, dann wird morgen Nachmittag im Schweriner Stadion am Lambrechtsgrund Geschichte geschrieben. Leichtathletik-Geschichte; noch genauer: Stabhochsprung-Geschichte. Denn dann soll es dem Stadionrekord der Frauen in dieser Disziplin, der bei 4,42 m steht, an den Kragen gehen. Das ist längst überfällig, schließlich datiert die Bestmarke aus dem Jahre 2001, aufgestellt von der damals 19-jährigen Lokalmatadorin Martina Strutz.

Nach der verletzungsbedingten Absage der Schwedin Malin Dahlström sind es nunmehr sieben junge Damen, die sich morgen ab 15 Uhr in dem seit 2001 ersten nennenswerten Frauen-Wettkampf in dieser Disziplin in Schwerin der Konkurrenz stellen. Mindestens dreien von ihnen ist die Verbesserung des Stadionrekordes unbedingt zuzutrauen. So gewann Anjuli Knäsche (Kiel) gerade erst vorgestern die deutschen Hochschulmeisterschaften mit einer persönlichen Bestleistung von 4,55 m. Auch für Annika Roloff (Holzminden) stehen in diesem Jahr bereits 4,50 m zu Buche. Damit sind beide neben Lisa Ryzih (Ludwigshafen/4,50 m) die einzigen Deutschen, die hinter die Erfüllung der vom DLV gesetzten Olympianorm von 4,50 m schon einen Haken machen können.

Offiziell einen Haken machen können, denn auch Martina Strutz war in der vorigen Woche beim Marktplatzspringen in Recklinghausen schon 4,51 m gesprungen. Allerdings ist die alljährlich provisorisch errichtete Planche auf dem dortigen Marktplatz nicht hundertprozentig regelkonform, sodass die Leistung der SSC-Athletin offiziell nicht als Normerfüllung gilt.

Das will die mittlerweile 34-jährige SSC-Springerin nun auf heimischer Anlage beim Schweriner Stabhochsprungmeeting, das sie und ihr Trainer Thomas Schuldt aus der Taufe gehoben und gemeinsam mit dem Schweriner SC mit Leben erfüllt haben, nachholen. Da im Stadion Lambrechtsgrund mit ihr selbst sowie mit Roloff und Knäsche drei DLV-Kaderathletinnen im Wettkampf dabei sind, stünde einer Normanerkennung nichts im Wege.
„Ich bin gesund und top drauf. Ich bin schnell – und wenn ich das am Stab umsetzen kann, dann kann es sehr hoch gehen“, sagt die Vizeweltmeisterin von 2011 (Bestleistung 4,80 m), ohne sich auf eine konkrete Zielhöhe für morgen festlegen lassen zu wollen.

Bei dieser Frage hält sich auch Trainer Schuldt bedeckt. „Die Olympianorm sollte aber drin sein“, lässt sich der 55-Jährige zumindest entlocken. Und der einstige Kugelstoßer untermauert seine Zuversicht mit den Trainingseindrücken aus dieser Woche: „Am Mittwoch sind wir noch mal gesprungen und da hat ,Strutzi‘ gleich fünfmal die 4,50 geschafft.“ Die Zuschauer, für die der Eintritt übrigens kostenlos ist (Einlass ab 14 Uhr), dürfen sich also auf einen durchaus spektakulären und hochkarätigen Wettkampf freuen.

Starterfeld

Martina Strutz (Schweriner SC/persönliche Bestleistung 4,80 m/2011), Anjuli Knäsche (Kronshagen/4,55 m/2016), Annika Roloff (Holzminden/4,50 m/2016), Line Renee Jensen (Dänemark/4,10 m), Leona Braukmeier (Buxtehude/3,97 m), Pia Kock (Kaltenkirchen/3,90 m), Friedelinde Petershofen (Potsdam/3,85 m – Hallenbestleistung 2016: 4,33 m).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen