Nach Äußerungen über Özil : Integrationsbeauftragte kritisiert Grindel und Bierhoff

Integrationsbeauftragte Widmann-Mauz kritisiert DFB-Präsident Grindel und Manager Bierhoff für deren getätigten Aussagen. D. Karmann
Integrationsbeauftragte Widmann-Mauz kritisiert DFB-Präsident Grindel und Manager Bierhoff für deren getätigten Aussagen. D. Karmann

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hat DFB-Präsident Reinhard Grindel und Teammanager Oliver Bierhoff für ihren Umgang mit Nationalspieler Mesut Özil kritisiert.

svz.de von
12. Juli 2018, 22:54 Uhr

Annette Widmann-Mauz sagte der «Süddeutschen Zeitung»: «In dieser aufgeheizten Debatte rate ich allen Beteiligten, miteinander zu sprechen statt übereinander. Aus der berechtigten Kritik am Verhalten der Spieler darf keine pauschale Ausgrenzung von Spielern mit Migrationshintergrund werden.»

In scharfen Worten verurteilte Gökay Sofuoglu, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, die DFB-Spitze: Grindels und Bierhoffs Beiträge «erinnern an die Haltung der rechtspopulistischen AfD, Menschen mit ausländischen Wurzeln zu Sündenböcken für alles Mögliche zu machen. Özil soll offenbar zum Sündenbock für das frühe Ausscheiden der Nationalmannschaft bei der WM gemacht werden», sagte Sofuoglu.

In der Debatte um Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan waren Grindel und Bierhoff in Interviews auf Distanz zu Özil gegangen. Während dessen Nationalmannschaftskollege Ilkay Gündogan zu den im Mai gemachten Aufnahmen öffentlich Stellung bezogen hat, schweigt Özil.

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