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16. August 2017 | 19:38 Uhr

Deutschland-Achter : In Weltbestzeit zum Sieg

vom
Aus der Onlineredaktion

Deutschland-Achter mit seinem Schweriner Schlagmann Hannes Ocik dominiert beim Weltcup

Mit einem imposanten Start-Ziel-Sieg in Weltbestzeit hat der Deutschland-Achter beim Weltcup im polnischen Poznan (Posen) ein starkes Signal an die Konkurrenz gesandt. Das Paradeboot des Deutschen Ruderverbands (DRV) war bei seinem Weltcup-Debüt 2017 nicht zu stoppen und sicherte sich drei Wochen nach dem Gewinn des EM-Titels mit einer Weltklasseleistung und großem Vorsprung vor Neuseeland und Olympiasieger Großbritannien auch den Sieg auf dem Maltasee.

„Uns war wichtig zu zeigen, dass wir auf einem hohen Niveau rudern“, sagte Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) nach dem schnellsten Rennen der Ruder-Historie. In 5:18,68 min unterbot der Achter gestern die bisherige Top-Zeit aus dem Jahr 2012 von Kanada bei starkem, aber gut ruderbarem Schiebewind um 67 Hundertstel. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Neuseeländer betrug im Ziel beachtliche eineinhalb Bootslängen.

„Die Lücke wurde größer und größer. Mit diesem Schwung wollen wir in die nächsten Rennen gehen“, betonte Ocik mit großer Vorfreude auf die Regatten in Henley und Luzern.

Rückenwind gibt der Sieg im Rekordtempo auch mit Blick auf die Weltmeisterschaften Ende September in Sarasota (USA). Die Goldmedaille bei den Welttitelkämpfen ist das erklärte Ziel der perfekt harmonierenden Mannschaft, die nach dem Tod von Altkanzler Helmut Kohl am Freitag mit Trauerflor auf die Strecke gegangen war. „Wir widmen Helmut Kohl unseren Sieg“, sagte Achter-Recke Maximilian Planer.

Die einzige Podestplatzierung neben dem Achter erreichte der Vierer ohne Steuermann, der hinter dem Olympia-Zweiten Australien und Olympiasieger Großbritannien als Dritter ins Ziel kam.

Die anderen Boote der deutschen Flotte mussten in den Finalrennen beim zweiten Weltcup der Saison Lehrgeld bezahlen. So auch der Doppelvierer der Frauen mit Julia Leiding vom Rostocker Ruder-Club von 1885. Das DRV-Boot lag nach der Hälfte der Distanz auf Rang zwei, doch im letzten Viertel wurde es selbst vom anfangs klar zurückliegenden chinesischen Boot noch abgefangen. Damit gab es erneut Platz vier für die Ostseestädterin wie schon bei den Europameisterschaften drei Wochen zuvor in Racice im Doppelzweier.

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