Olympia : Heute Nacht gilt es für Martina Strutz

In der Qualifikation klappte alles bei Martina Strutz. Das soll heute Nacht im Finale möglichst wieder so sein.
In der Qualifikation klappte alles bei Martina Strutz. Das soll heute Nacht im Finale möglichst wieder so sein.

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19. August 2016, 07:45 Uhr

Das wird eine hammerharte Aufgabe für Martina Strutz heute Nacht ab 1.30 Uhr unserer Zeit. Und das nicht nur, weil bei olympischen Entscheidungen generell jeder Athlet dicke Bretter zu bohren hat, wenn er dort etwas reißen will.

Von den zwölf Stabhochspringerinnen, die am Dienstag die Qualifikation überstanden und nun im Kampf um die Medaillen stehen, weisen neun (!) eine höhere Jahresbestleistung auf als die Athletin vom Schweriner SC. Dabei sprang die 34-Jährige mit 4,70 m bei ihrem deutschen Meistertitel so hoch wie nie wieder seit ihrer WM-Silbermedaille. Und die gewann sie 2011…

Aber Bangemachen gilt nicht. Und überhaupt ist ja alles Schnee von gestern – 2011 ebenso wie die Bestmarken von 2016. Was aktuell zählt, ist Rio. Dass dort mitunter anders gezählt wird, hat schon die Qualifikation gezeigt. Nur sieben Springerinnen erreichten die geforderten 4,60, darunter mit Martina Strutz und Lisa Ryzih die beiden deutschen Finalistinnen. Fünf „mogelten“ sich mit 4,55 m gerade noch so durch, mit Sandi Morris (USA/ 4,93 m), Alana Boyd (Aus/4,81) und Nicole Büchler (CH/4,78) auch die Nummern 1, 6 und 8 der Jahresweltbestenliste. In der wird die Schwerinerin auf Rang 11 geführt.

Die Nerven in den Griff zu kriegen, heißt auch heute Nacht das Gebot der Stunde. Das kann Martina, hat es außer bei der WM 2011, wo sie beim Saisonhöhepunkt mit 4,80 sogar deutschen Rekord sprang, ebenso als Vize-Europameisterin 2012 gezeigt. Auch bei Olympia in London, wo sie als Fünfte namhafte Konkurrentinnen hinter sich ließ.

Für die Entscheidung in Rio sollte die 1,59 m kleine Springerin bestens vorbereitet sein. Kurz vor der Abreise nach Brasilien hatte sie in Schwerin noch Kraft- und Sprintbestleistungen erzielt. „Das muss sie jetzt ,nur‘ noch an den Stab bringen“, sagt ihr zu Hause mitfiebernder Trainer Thomas Schuldt und ergänzt: „So wie in der Qualifikation. Da hatte alles super geklappt.“

Seine Athletin geht davon aus, dass das auch im Finale so sein wird. „Ich habe seit der Quali noch gut trainiert. Ich bin topfit“, meldete sie sich gestern per WhatsApp.

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