SPeedway : Grand-Prix-Größen am Start

So hätte es Kai Huckenbeck (r.)  morgenwieder gern: Wie 2016 als Dritter auf dem Podest stehen. Damals waren nur Vaculik und Kasprzak besser als er.
So hätte es Kai Huckenbeck (r.) morgenwieder gern: Wie 2016 als Dritter auf dem Podest stehen. Damals waren nur Vaculik und Kasprzak besser als er.

Güstrow sieht Sonnabend zweiten Finallauf um Europameisterschaft.

svz.de von
12. Juli 2018, 20:30 Uhr

Der MC Güstrow freut sich morgen ab 18 Uhr auf seinen sportlichen Saisonhöhepunkt: auf das zweite von vier Finalrennen um die Speedway-Europameisterschaft, SEC genannt. Mit sechs ehemaligen Grand-Prix-Fahrern und dem Russen Emil Saifutdinow als aktuell GP-Drittem sowie den ehemaligen Vize-Weltmeistern Jaroslaw Hampel, Krzysztof Kasprzak (beide Polen) und Andreas Jonsson (Schweden) gibt sich ein starkes Feld auf dem Oval ein Stelldichein.

„Das Rennen ist noch besser besetzt als in den vergangenen zwei Jahren. Dabei fällt die Ausgeglichenheit auf, so dass man kaum voraussagen kann, wer das Podest betreten wird“, schätzt Torsten Jürn, 1. Vorsitzender des MC Güstrow, ein. Favorisiert könnte aber trotzdem Jaroslaw Hampel sein, der den ersten Lauf im polnischen Gniezno mit nur einem Punktverlust gegen den Dänen Leon Madsen klar gewann.

Besonders erfreulich für die deutschen Fans dürfte sein, dass schon auf Rang 3 Kai Huckenbeck folgt. Der Werlter präsentiert sich seit Saisonbeginn in einer sehr guten Form. Was liegt da näher, als in Güstrow ähnlich gut aufzutrumpfen? Zumal Güstrow zu den Bahnen zählt, auf denen er sich wie zu Hause fühlt. Außerdem sprechen die EM-Ergebnisse der vergangenen zwei Jahre für ihn. Im Vorjahr verpasste er nur knapp das Finale und 2016 wurde er Dritter.

Aber die einheimischen Zuschauer hoffen auch auf Kevin Wölbert. Der Heidhofer ist ebenfalls dieses Jahr in prächtiger Form und erhielt daher zu recht die deutsche Wildcard. „Ich freue mich auf Güstrow, auf viele Zuschauer und werde mein Bestes geben“, bekräftige der amtierende deutsche Meister vorab in einem Gespräch mit dieser Zeitung.

Der Lesznoer Hampel bringt aus seinem Heimat-Klub Piotr Pawlicki mit. Der Ex-GP-Fahrer hat gegenwärtig in der polnischen Extraliga den viertbesten Punktwert. Auf auf den Polen lastet der Fluch, als das Speedway-Land schlechthin seit 2012 noch keinen EM-Titel geholt zu haben.

Bisher hießen die Europameister Ales Dryml (2012/CZ), Martin Vaculik (2013/Svk), Emil Saifutdinow (2014, 2015), Nicki Pedersen (2016/DK) und Andrejs Lebedevs (2017/ Let). Saifutdinow will in Güstrow unbedingt besser aus den Bändern kommen als in Gniezno. Das trifft auch auf den Titelverteidiger zu: Andrejs Lebedevs hat dieses Jahr noch nicht die Spur zum Sieg gefunden.

Wenn Torsten Jürn von einem ausgeglichenen Fahrerfeld spricht, belegen das auch diese Namen: Andreas Jonsson, die drei Dänen Peter Kildemand, Leon Madsen und Mikkel Michelsen, Vaclav Milik (2016 Vize-EM) und der Brite Robert Lambert (Team-Vize-WM).





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