Speedway in Pardubice : Gewinnt Zagar den Goldhelm?

Viele Fans freuen sich auf Emil Sajfutdinow. Nach seinem Sieg im Vorjahr war er ein begehrter Gesprächspartner.
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Viele Fans freuen sich auf Emil Sajfutdinow. Nach seinem Sieg im Vorjahr war er ein begehrter Gesprächspartner.

Slowene kommt nach zwei WM-Siegen nach Pardubice. Drei Deutsche gehen an den Start

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29. September 2017, 12:00 Uhr

Die Speedway-Fans aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg strömen dieses Wochenende wieder ins böhmische Pardubice zum nunmehr 69. Goldhelmrennen. Der Goldhelm-Klub lässt vier aktuelle Grand-Prix-Fahrer ans Startband rollen: Emil Sajfutdinow (Rus), Sieger im Vorjahr und GP-Fünfter, den GP-Vierten Fredrik Lindgren (Swe/dreimal Goldhelm-Zweiter) und seinen Landsmann Antonio Lindbäck (11. im GP).

Ein besonders gutes Händchen hatte Goldhelm-Präsident Evzen Erban bei der Verpflichtung von Matej Zagar. Der Slowene schwebt zurzeit auf Wolke sieben, denn er gewann hintereinander den Grand Prix in Teterow und am vorigen Sonnabend das WM-Rennen in Stockholm. In Pardubice startete Zagar schon oft, kam aber bisher nur einmal aufs Podest: 2002 als Zweiter.

Erban ist ebenfalls noch mit dem Polen Macej Janowski, GP-Sieger in Horsens und Cardiff und aktuell GP-Dritter, im Gespräch. Mit Artem Laguta (Rus) ist ein GP-Starter des nächsten Jahres dabei. Er qualifizierte sich beim Challenge in Togliatti. Da Pardubice aber immer für Überraschungen gut ist, ist auch mit den ehemaligen Goldhelmgewinnern Andreas Jonsson (Swe/2007), Hans Andersen (DK/2008), Rune Holta (Pol/2009, 2011) und Jurica Pavlic (Kro/2015) zu rechnen.

Die deutschen Farben vertreten Christian Hefenbrock (Liebenthal), Kevin Wölbert (Heidhof) und Martin Smolinski (Olching). Smolinski startet mit Jawa, getunt von Manfred Knappe. Er wurde 2015 und 2016 unter dem Jubel der vielen deutschen Fans Dritter. Kevin Wölbert kommt als neuer deutscher Meister und Vorjahresdritter des Kleinen Finales nach Pardubice. Christian Hefenbrock hat alle Erinnerungen aus dem Vorjahr verdrängt, denn da stürzte er spektakulär.

Zweiter Höhepunkt des Pardubice-Wochenendes ist das Finale der U21-WM. Hier erwartet die Fans nach dem zweiten Finallauf in Güstrow ein packender Dreikampf um die WM-Krone zwischen dem führenden Maksym Drabik (Pol/31 Pkte.), seinem Landsmann Bartosz Smektala (30) und Titelverteidiger Max Fricke (Aus/28). Einziger Deutscher im Feld ist Lukas Fienhage. Der 17-Jährige belegt mit vier Punkten Platz 15.

Im 43. Goldenen Band der Junioren starten für Deutschland der Güstrower Lucas Baumann und Richard Geyer (Meißen). Die Hoffnungen ruhen aber auf Michael Härtel. Der mehrfache deutsche Juniorenmeister aus Landshut wurde 2015 Zweiter und holte so nach den Siegen von Christian Hefenbrock (2006) und Mirko Wolter (Güstrow/ 1994) das drittbeste deutsche Ergebnis. Die Gastgeber erhoffen sich nach 2009 (Matej Kus) durch Eduard Krcmar wieder einmal einen Sieg. Beim 4. Jawa-Cup 250 ccm starten der Güstrower Ben Ernst, gerade Vierter in der WM geworden, und Celina Liebmann (Mühldorf) für Deutschland. Der Cup wird als Paarfahren ausgetragen. Im Vorjahr gewann Deutschland den Cup und wurde in Pardubice Dritter.

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