F1-Training : Hamilton zweimal vorn - Knapper Vorsprung auf Ferrari

Lewis Hamilton fuhr in Shanghai die schnellste Trainingsrunde. /AP
Lewis Hamilton fuhr in Shanghai die schnellste Trainingsrunde. /AP

Nach der Niederlage in Bahrain zeigt Lewis Hamilton im Training in Shanghai wieder seine alte Form. Der Formel-1-Weltmeister fährt im Mercedes zweimal Bestzeit. Doch die Ferraris mit Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen sind nah dran.

svz.de von
13. April 2018, 11:57 Uhr

Nun greifen Sebastian Vettel und Ferrari ihre Formel-1-Rivalen Lewis Hamilton und Mercedes auch auf deren Erfolgs-Kurs in Shanghai an.

Beflügelt von Vettels Auftakterfolgen in Australien und Bahrain präsentierten sich die Roten im Training zum Großen Preis von China am Sonntag auf Augenhöhe mit den Weltmeistern.

«Wir brauchen alle im Team, um das ganze Wochenende vorne dabei zu sein», appellierte Hamilton daher an seine Crew. Zwar fuhr der Titelverteidiger und fünfmalige Shanghai-Sieger am Freitag in beiden anderthalbstündigen Sessions jeweils Bestzeit. Doch der Vorsprung im zweiten Abschnitt am Nachmittag war äußerst knapp.

Mit der Tagesbestzeit von 1:33,482 Minuten lag der 33-jährige Brite nur noch sieben Tausendstelsekunden vor Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen. Der Deutsche selbst, der hinter dem drittplatzierten Valtteri Bottas im zweiten Mercedes auf Rang vier landete, hatte einen Rückstand von 0,108 Sekunden auf Hamilton. Im ersten Training bei böigem Wind und niedrigen Temperaturen betrug Vettels Abstand auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit als Sechster noch 0,862 Sekunden.

Die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo kamen an die besten Zeiten für eine schnelle Runde nicht heran und wurden im zweiten Training Sechster und Neunter. Allerdings deuteten sie das Potenzial ihres Wagens über die längere Distanz an. Renault-Fahrer Nico Hülkenberg aus Emmerich wurde in den beiden Einheiten Zehnter und Sechster.

Die Trainingszeiten lassen Ferrari und Vettel vor der Qualifikation am Samstag hoffen, ihre Positivserie auch in China fortzusetzen. «Wenn wir unsere Arbeit machen und die Balance des Autos stimmt, dann sollte es auch ein gutes Wochenende werden», hatte Vierfach-Weltmeister Vettel schon vor den Trainingseinheiten gesagt.

Vor dem dritten von 21 Saisonrennen führt er nach seinen Erfolgen in Australien und Bahrain vor einer Woche das Klassement mit 50 Punkten an. Hamilton liegt nach dem für seine Verhältnisse durchwachsenen Start mit den Plätzen zwei und drei 17 Zähler zurück, Dritter ist Bottas (22 Punkte).

Ein Erfolg in China wäre in jedem Fall ein eindrucksvolles Zeichen von Vettel und der Scuderia im diesjährigen Titelkampf. In den vergangenen vier Jahren dominierte Mercedes in Shanghai. Dreimal gewann Hamilton (2014, 2015, 2017), 2016 war der mittlerweile zurückgetretene Nico Rosberg erfolgreich. Die letzten sechs Male stand auch jeweils ein Silberpfeil nach der Qualifikation auf der Pole.

Vettels einziger Erfolg in China war 2009. Damals in einem Red Bull. Gewinnt er am Sonntag, würde er ein Jubiläum feiern: Es wäre sein 50. Sieg im 201 Grand Prix.

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