Scheidender Bundestrainer : DEB-Coach Sturm: «Aufpassen, dass wir nicht abrutschen»

Hört als Eishockey-Bundestrainier auf: Marco Sturm.
Hört als Eishockey-Bundestrainier auf: Marco Sturm.

Berlin (dpa) - Nach dem angekündigten Abschied als Eishockey- Bundestrainer hat Marco Sturm vor härteren Zeiten und der aufkommenden Konkurrenz gewarnt.

svz.de von
06. November 2018, 18:38 Uhr

«Wir müssen aufpassen, dass wir nicht abrutschen. Nationen wie Norwegen oder Dänemark machen von hinten viel Druck», sagte der 40-Jährige der «Sport Bild». «Bei Olympia haben wir von einer tollen Teamleistung gelebt. So ein Eishockey-Märchen wird auch künftig möglich sein. Aber im Normalfall ist das Viertelfinale schon ein Erfolg für uns», betonte Sturm, der als Assistenzcoach zu den Los Angeles Kings in die nordamerikanische NHL wechselt.

«Momentan sind wir Achter der Weltrangliste. Das ist schon sehr gut für uns. Vielleicht ist noch Platz sieben möglich, aber mehr ist illusorisch», meinte Sturm, der das Nationalteam von Donnerstag an beim Vier-Nationen-Turnier in Krefeld letztmalig betreuen wird.

«Ich war kürzlich in Schweden und Finnland und habe mir dort Spiele angeschaut. Dort stehen fast nur einheimische Spieler auf dem Eis. Obwohl es teilweise gar keine Quote für ausländische Spieler gibt», sagte der Bundestrainer. «Auch die Schweiz ist uns meilenweit voraus. Da dürfen nur drei Importspieler pro Mannschaft spielen, die Clubs investieren Millionen in die Nachwuchsarbeit. Davon sind wir in Deutschland weit entfernt.»

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