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WBA-Weltmeister Jürgen Brähmer : Eine Box-WM auf Augenhöhe

vom
Aus der Onlineredaktion

Jürgen Brähmer und Nathan Cleverly freuen sich auf den Mega-Kampf, der mit fünf Jahren Verspätung nun doch noch stattfindet

Gut gelaunt und überzeugt vom Sieg: so zeigte sich Jürgen Brähmer am Donnerstag im Hamburger Block Bräu. Bei der ersten Pressekonferenz zur WBA-Weltmeisterschaft am 1. Oktober in Neubrandenburg gab sich allerdings auch Herausforderer Nathan Cleverly sehr selbstbewusst. Beide Boxer sind froh, dass sie sich nach zwei gescheiterten Versuchen jetzt endlich im Ring gegenüberstehen.

„Aller guten Dinge sind Drei“, bestätigte Titelverteidiger Brähmer. „Natürlich ist jeder Kampf eine Herausforderung für sich, die man als Boxer annehmen muss, doch Nathan Cleverly ist wohl meine bislang größte und darauf freue ich mich! Mich reizen Kämpfe gegen Gegner auf Augenhöhe.“ Mit Conny Mittermeier, der fortan anstelle von Karsten Röwer in der Ecke des 37-jährigen Schweriners steht, lässt Brähmer nichts unversucht. Zuletzt ging es für zehn Tage zum Höhentraining in die Stuttgarter Weinberge.

„Dieses Aufeinandertreffen ist einfach meine Bestimmung“, glaubt der acht Jahre jüngere Herausforderer aus Wales, „Ich sollte schon 2011 gegen Brähmer den Titel holen und nun ist es endlich soweit.“

Beim ersten Versuch vor fünf Jahren war Geld der Knackpunkt. „Nathans damaliger Promoter Frank Warren hätte mit mir den Vertrag machen sollen, nicht mit Klaus-Peter Kohl. Dann hätte es geklappt“, sagte Brähmer. Der Weltmeister warf dem damaligen Chef des Hamburger Universum-Boxstalls vor, sich „nicht an die ausgemachten Gagen gehalten“ zu haben. Daraufhin hatte Brähmer den Kampf platzen lassen.

Zusammen mit Coach Darren Wilson ließ sich Cleverly diesmal allerdings noch nicht in die Karten schauen. „Wir haben bisher nur einen ganz einfachen Plan aufgestellt: Nach Deutschland reisen, Brähmer besiegen und daheim feiern“, so Cleverly mit einem Augenzwinkern. „Eins weiß ich: der junge wird den alten Löwen vom Thron stoßen und in Rente schicken!“

Mit Kalle Sauerland und Eddie Hearn sind sich die Promoter des Kampfes einig, dass es keinen klaren Favoriten gibt. „Jürgen hat die Erfahrung, Nathan die Jugend auf seiner Seite. Der eine ist ein brillanter Konterboxer, der andere eine echte Offensiv-Maschine. Darauf kann sich jeder Boxfan freuen“, meint Sauerland.

Doch sein Kollege Hearn stichelt: „Großbritannien ist momentan führend im Boxsport, hat 14 Profiweltmeister und am 1. Oktober wird wieder einer dazukommen!“ Sauerlands Konter: „Allerdings hat seit 22 Jahren kein Brite mehr auf deutschem Boden einen WM-Fight gewonnen – das wird diesmal nicht anders sein!“

Cleverly hat von 32 Profikämpfen 29 gewonnen. Den Titel besaß er mehr als zwei Jahre bis August 2013. Der acht Jahre ältere Brähmer hat von 50 Profikämpfen 48 gewonnen.

Brähmer vs. Cleverly – beide Lager zeigen sich selbstbewusst. Wer der Bessere ist, wird sich in knapp einem Monat im Jahnsportforum Neubrandenburg zeigen.

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