American Football : Ein hartes Stück Arbeit

Runningback Stefan Gramkow (2.vl.) stach in der Bulls-Offensive mit einigen guten raumbringenden Läufen heraus.
Runningback Stefan Gramkow (2.vl.) stach in der Bulls-Offensive mit einigen guten raumbringenden Läufen heraus.

Die Mecklenburg Bulls gewinnen auch ihr viertes Heimspiel in Folge und bezwingen die Beelitz Blue Eagles mit 11:6.

svz.de von
23. Juni 2019, 18:40 Uhr

Als Bulls-Headcoach Holger Starke seine Mannen nach Spielschluss noch einmal zu sich holte, gratulierte er ihnen zunächst zum Sieg und zu den zwei Punkten. Anschließend wurde der Trainer aber noch einmal etwas lauter und erinnerte seine Mannschaft daran, dass sie weiter hart an sich arbeiten müsse. Zwar hatten die Schweriner Footballer auch ihr viertes Verbandsliga-Heimspiel in Folge gewonnen, der 11:6-Sieg gegen die Beelitz Blue Eagles war dabei allerdings ein hartes Stück Arbeit. „Ich habe meine Spieler schon am Mittwoch im Training vor den Beelitzern gewarnt. Auch wenn sie noch kein Spiel gewonnen haben, können sie Football spielen. So ist es dann für uns gefährlich. Sie sind die Underdogs und wir plötzlich die vermeintlichen Favoriten. Damit müssen wir erst lernen umzugehen. Das hat sich dann heute auch gezeigt“, fasste Starke zusammen.

Anders als sonst in den Heimspielen erwischten die Schweriner einen Start nach Maß. So brachte Anton Starke mit einem Lauf in die Endzone die Bulls zunächst mit 6:0 in Führung, auch der anschließende Kick zum Extra-Punkt gelang den Schwerinern. Mit dem 7:0 im Rücken erwischte auch die Defensive der Bulls einen idealen Start. Gleich der erste Angriff der Beelitzer wurde in deren Endzone gestoppt. Die zwei Punkte durch einen sogenannten Safety nahmen die Bulls gern mit und bauten ihre Führung auf 9:0 aus.

Wer nun gedacht hatte, die Hausherren würden die Blue Eagles nach Belieben dominieren und gehörig etwas fürs Punktekonto tun, der sah sich getäuscht. Beelitz schwamm sich mit einigen ordentlichen Offensivaktionen frei und war im zweiten und dritten Viertel die bessere Mannschaft. Die Defensive der Bulls bekam wenig Zugriff, die Offensive biss sich dagegen an der Gäste-Abwehr die Zähne aus. Glück für die Bulls: Auch wenn Beelitz besser agierte, so kamen die Gäste lediglich zu einem Touchdown im dritten Viertel, bei dem die Bulls auch noch gehörig mithalfen. Ein Punt-Versuch der Schweriner (Spielzug, bei dem der Ball zur gegnerischen Mannschaft gekickt wird. Anm. d. Red.) missglückte gehörig, sodass ein Spieler der Gäste den Ball tief in der Bulls-Hälfte aufnahm und kaum Mühe hatte, in die Endzone zu laufen. Den anschließenden Extra-Punkt verwandelten die Blue Eagles zwar nicht, allerdings waren sie dennoch mit 6:9 wieder auf Schlagdistanz.

„Wir haben es verpasst, den zweiten Touchdown nachzulegen. Zwar haben wir einen erzielt, den haben wir uns aber durch eine dumme Strafe zunichte gemacht. Das passiert dann halt mal, die Jungs müssen auch in dem Bereich dazulernen. Das hat uns aus dem Rhythmus und die Beelitzer zurück ins Spiel gebracht. So hatten sie Oberwasser, während wir immer fester wurden“, erklärte Bulls-Headcoach Starke.

Am Ende konnten sich die Schweriner im vierten Viertel wieder auf ihre Defensive verlassen. Die verschaffte den Bulls mit einem weiteren Safety fünf Minuten vor Schluss zum 11:6 etwas Luft und war auch in der letzten Angriffsserie der Blue Eagles zur Stelle. So fing Benjamin Kerb einen Wurf des gegnerischen Quarterbacks und bescherte den Bulls zwei Minuten vor Schluss noch einmal das Angriffsrecht. Die Schweriner spielten die Uhr danach souverän herunter und feierten so Heimsieg Nummer vier.

„Wir haben in der Offensive so viele Fehler gemacht. Die Defensive hat uns definitiv den Hintern gerettet“, befand Bulls-Runningback Stefan Gramkow. Auch Coach Holger Starke wusste, dass seine Defensive am Ende für den Sieg ausschlaggebend war, fügte aber an, dass es ein Team ist. Und das gewinnt zusammen und das verliert zusammen.

Am 6. Juli sind die Mecklenburg Bulls in der Liga erneut gefragt, dann geht es auswärts nach Stralsund zu den Pikes. „Das wird noch einmal ein ganz anderer Schnack, als die Spiele zu Hause“, prognostiziert Stefan Gramkow abschließend.

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