Konjunkturpaket : DOSB bangt um «Goldenen Plan» nach der Corona-Krise

Fürchtet nach der Corona-Krise finanzielle Einbußen für den Sport: DOSB-Präsident Alfons Hörmann. /dpa
Fürchtet nach der Corona-Krise finanzielle Einbußen für den Sport: DOSB-Präsident Alfons Hörmann. /dpa

Der DOSB bangt im Zuge der Coronavirus-Krise um den vom Bund in Aussicht gestellten neuen «Goldenen Plan» für den Bau, die Modernisierung oder Sanierung von tausenden von Sportstätten im Land.

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24. März 2020, 07:13 Uhr

«Im jetzigen Krisenmodus werden sicher die Prioritäten im Bundeshaushalt noch einmal grundsätzlich überdacht», sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Deutschen Presse-Agentur.

Für den Haushalt 2021 sei der Einstieg in ein langjähriges Sportstätteninvestitionsprogramm geplant. «Wir hoffen sehr, dass der dringende Investitionsstau im Bereich der nationalen Infrastruktur trotz der aktuellen Krise Zug um Zug beseitigt werden kann», sagte Hörmann. «Wir sehen mit diesem Programm auch einen guten Ansatzpunkt für ein umfassendes Konjunkturpaket nach der Krise. Wir bleiben dazu mit dem Bundesinnenministerium im engen Austausch.»

Bereits in den 1960er Jahren und nach dem Mauerfall in den 90ern waren zwei «Goldene Pläne» für den Sportstättenbau erst in West- und danach in Ostdeutschland initiiert worden. Der DOSB hatte bereits 2018 den Sanierungs- und Modernisierungsbedarf der rund 231.000 Sportstätten im Land auf mindestens 31 Milliarden Euro beziffert.

In die Vorbereitung der Sommerspiele in Tokio hat der DOSB bereits eine große Summe investiert. «Selbstverständlich haben auch wir, wie alle anderen Verbände, umfangreiche personelle und finanzielle Ressourcen in die Vorbereitung investiert», erklärte Hörmann auf Anfrage der dpa. Das bewegt sich bislang wohl in der Größenordnung von rund einer Million Euro, wenn man alle Sach- und Personalkosten addiert.»

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