Europameisterschaft : Deutsche Ringer überzeugen in Rumänien - «Super Resultat»

Sportdirektor Jannis Zamanduridis zeigt sich mit den deutschen Ringern hochzufrieden.
Sportdirektor Jannis Zamanduridis zeigt sich mit den deutschen Ringern hochzufrieden.

Die deutschen Ringer mussten bei der EM auf Weltmeister Stäbler verzichten und zeigten dennoch eine unerwartet starke Vorstellung. Die Auftritte in Rumänien machen Mut für die WM und die Olympia-Qualifikation.

svz.de von
14. April 2019, 19:35 Uhr

Die deutschen Ringer haben bei der EM in Rumänien überzeugt und auch ohne Goldmedaille Mut geschöpft auf dem Weg zu Weltmeisterschaft und Olympia-Qualifikation.

Mit fünfmal Edelmetall und dabei zwei Finalteilnahmen übertraf die Truppe bei dem Kontinental-Turnier in Bukarest die Erwartungen. «Das war eine unserer erfolgreichsten Europameisterschaften», sagte Sportdirektor Jannis Zamanduridis und sprach von einem «super Resultat».

Am Sonntagabend hatte Hannes Wagner aus dem oberfränkischen Lichtenfels in der Klasse bis 82 Kilogramm sogar noch die Chance auf eine sechste Medaille. Er unterlag aber dem Türken Emrah Kus knapp.

Nach einem verhaltenen Start ohne Freistil-Medaillen hatten die Frauen und die Griechisch-Römisch-Athleten Grund zum Jubeln. Am Samstag gab es mit Silber für den Burghauser Roland Schwarz in der Klasse bis 77 Kilogramm und jeweils Bronze für dessen Teamkollegen Fabian Schmitt (-55 kg) und den Olympia-Dritten Denis Kudla (-87 kg) gleich drei deutsche Podesterfolge. Zuvor hatten Anna Schell aus Aschaffenburg mit Silber bis 72 Kilogramm und Ex-Weltmeisterin Aline Rotter-Focken aus Krefeld mit Bronze bis 77 Kilogramm überzeugt.

Das Potenzial für den Weg in Richtung WM im September in Kasachstan und Sommerspiele 2020 in Tokio ist da, zumal der dreimalige Weltmeister Frank Stäbler auf die EM verzichtete. Der Rekord-Ringer reduziert aktuell mit viel Aufwand sein Kampfgewicht, um im Herbst in der olympischen Kategorie bis 67 Kilogramm antreten zu können.

In Abwesenheit des besten Kämpfers sorgten andere Deutsche in Bukarest für Aufsehen. Schwarz war am Samstag erst im Finale vom zweimaligen Olympiasieger Roman Wlasow aus Russland zu schlagen. Mitfavorit Kudla verlor zwar seinen ersten Kampf, rang sich aber in der Hoffnungsrunde zu Bronze und bezwang sogar einen Olympiasieger und einen Ex-Weltmeister. «Vom einen auf den anderen Tag war Denis wie ausgewechselt», sagte Sportdirektor Zamanduridis.

Nur bei den Freistil-Athleten gab es nichts zu holen für die Truppe von Bundestrainer Jürgen Scheibe. «Es fehlt schon noch ein Stück, um ganz vorne mitzuringen», erkannte der Coach.

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