Paralympionikin : Denise Schindler: «Unverantwortlich, uns lange hinzuhalten»

Fordert eine Verlegung der Paralympics: Denis Schindler. /dpa-Zentralbild/dpa
Fordert eine Verlegung der Paralympics: Denis Schindler. /dpa-Zentralbild/dpa

Behindertensportlerin Denise Schindler (34) hat eine Verlegung der Paralympics gefordert.

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21. März 2020, 09:37 Uhr

«Es ist unverantwortlich, uns Sportler und Sportlerinnen lange hinzuhalten», sagte die Radsportlerin dem Magazin «Bunte» und betonte: «Spiele während einer weltweiten Ausbreitung des Coronavirus widersprechen dem olympischen Geist, der ja gerade das Zusammenkommen in die Welt tragen will. Unter diesen Umständen können die Spiele kein Fest werden. Die soziale Verantwortung gegenüber der ganzen Welt gebietet eine Absage.»

Bislang halten die Organisatoren an den Plänen fest, Olympia vom 24. Juli bis 9. August und die Paralympics vom 25. August bis 6. September in Japans Hauptstadt Tokio auszurichten.

Es werde «unweigerlich Ansteckungen unter tausenden Athleten und vielen Betreuern im Olympischen Dorf geben», sagte Schindler. «Ich befürchte eine ungewollte Corona-Party und dann eine zweite Welle, wenn die Athleten wieder in ihre Länder zurückkehren.»

Die dreifache Medaillengewinnerin bei Paralympics sprach sich für eine Verlegung in das kommende Jahr aus: «Meine sportlichen Ziele gingen in meiner Karriere immer vor, aber jetzt müssen wir Athleten und Athletinnen alle einen Teil dazu beitragen. Persönliche Ambitionen auf Gold, Silber und Bronze müssen da jetzt zurückstehen.»

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