Profiboxer Jürgen Brähmer : „Das wird ganz schwer für Brant“

Wie einst bei Universum: Trainer Michael Timm (l.) bei der Pratzenarbeit mit Jürgen Brähmer. Der will sich am 27. Oktober in der Schweriner Sport- und Kongresshalle topfit präsentieren.
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Wie einst bei Universum: Trainer Michael Timm (l.) bei der Pratzenarbeit mit Jürgen Brähmer. Der will sich am 27. Oktober in der Schweriner Sport- und Kongresshalle topfit präsentieren.

Jürgen Brähmer sieht sich in der Vorbereitung auf sein Viertelfinale der World Boxing Super Series gegen den US-Gegner auf einem guten Weg

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27. September 2017, 21:00 Uhr

Die Stimmung könnte prächtiger nicht sein bei Jürgen Brähmers Vorbereitung auf seinen Viertelfinalkampf der World Boxing Super Series um die Ali-Trophy gegen Rob Brant (USA) am 27. Oktober in Schwerin. „Eigentlich ist fast jeder stärker“, sagt zum Beispiel WBA-Weltmeister Tyron Zeuge grinsend auf die Frage, wie stark sich sein Trainer aktuell im gemeinsamen Sparring präsentiere.

„Tyron hat seinen WM-Gürtel im Sparring schon dreimal verloren“, hält Ex-Weltmeister Brähmer dagegen. „Einmal habe ich 120:108 gewonnen und von den beiden vorzeitigen Entscheidungen will ich lieber gar nicht erst reden…“

Auch ganz ohne Frotzelei sieht sich Jürgen Brähmer auf einem guten Weg. „Meine Vorbereitung läuft ganz planmäßig“, sagt er. Dabei erfreut er sich wie zu Zeiten bei Universum Hamburg der Betreuung durch Trainer Michael Timm. „Schön, dass wir jetzt wieder diese Möglichkeit haben. Vor zehn Jahren wäre daran nicht zu denken gewesen“, freut sich Timm, im „Zivilberuf“ Chefcoach des Schweriner Bundesstützpunktes der Amateurboxer, über die neuerliche Zusammenarbeit mit seinem einstigen Paradepferd. Umso mehr, als der 54-Jährige an Brähmer eine Weiterentwicklung beobachtet hat. „Jürgen war nie trainingsfaul, aber seit er selbst als Trainer arbeitet, ist er noch mehr auf sein Tun fokussiert. Wenn er in der Halle ist, wird selbst das Handy weggelegt und er ist voll im Tunnel. Was er als Trainer von seinen Sportlern fordert, verlangt er auch von sich selbst. Und so kann das Arbeiten nur Spaß machen.“

Dass dieser Spaß und die Vorfreude auf den Kampf am 27. Oktober in der Sport- und Kongresshalle zum Einzug ins WBSS-Halbfinale der Supermittelgewichtler – dann gegen den Briten Callum Smith – führen werden, daran glauben beide fest. „Brant ist eigentlich Mittelgewichtler und hat auch noch nie gegen wirkliche Weltklasse geboxt. Und doch wird er rotzfrech und unbekümmert sein, da muss man schon aufpassen. Aber Jürgen wird eine grandiose Leistung abliefern“, ist Timm überzeugt.

Er selbst wird am Kampftag nicht in der Ecke sitzen können. Zwei Tage später heiratet im indischen Delhi seine ältere Tochter Julia. „Das ist wichtiger. Deshalb habe ich auch gesagt: Fahr zur Hochzeit“, erklärt Brähmer und sieht darin keinen Nachteil. „Wichtig ist, dass Timmi in der Vorbereitung für mich da ist. Im Kampf bin ich aus der Ecke eh schwer zu lenken, da mache ich mein eigenes Ding.“

Wohin das „eigene Ding“ führen soll, umschreibt der am nächsten Mittwoch 39 Jahre alt werdende Profi so: „Das wird schwer für Rob Brant, ganz schwer.“

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