Powerchair-Hockey : Bulls steuern Klassenerhalt an

Steuern dem Klassenerhalt in der 1. Bundesliga im Powerchair-Hockey entgegen: Die Nording Bulls aus Lalendorf (grüne Trikots).
Steuern dem Klassenerhalt in der 1. Bundesliga im Powerchair-Hockey entgegen: Die Nording Bulls aus Lalendorf (grüne Trikots).

1. Deutschen Bundesliga im Powerchair-Hockey: Lalendorfer holen am dritten Spieltag in Essen drei Punkte

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06. Juni 2019, 05:00 Uhr

Mit guten Leistungen entfernten sich die Nording Bulls am 3. Spieltag der 1. Deutschen Bundesliga im Powerchair-Hockey in Essen vom Abstiegsplatz.

Da das erste Spiel der Lalendorfer ausgerechnet gegen die hochfavorisierten Dreieicher stattfand, lag der Schwerpunkt ganz klar auf einer sicheren Defensive und dem Versuch, mit kleinen Nadelstichen und möglichen Kontern Offensivakzente zu setzen. Der erste Teil des Plans wurde zunächst auch sehr gut umgesetzt, sodass die Nording Bulls fast fünf Minuten ohne einen Gegentreffer überstanden. Allerdings war der Druck des Gegners so stark, dass er bis zur Pause doch noch drei Treffer erzielte. Dass die Black Knights nicht nur für die Lalendorfer eine Nummer zu groß sind, zeigt die Tatsache, dass die am Ende deutliche 9:0-Niederlage der Bullen noch die niedrigste Pleite aller Dreieicher Konkurrenten gegen den späteren Meister war.

Das Schlimmste aus Sicht der Nording Bulls war also geschafft, gegen die Munich Animals wurde es ein Duell auf Augenhöhe, wobei die Bayern zunächst mit 3:0 in Führung gingen. Trotzdem war es ein offener Schlagabtausch, in dem die Mecklenburger nach und nach besser in die Partie fanden. Nachdem vor allem die Defensive stabilisiert wurde, folgte ein erfolgreiches Angriffsspiel. Dadurch drehten die Lalendorfer den Spieß um – 4:3. Zwar ließ der Ausgleich nicht lange auf sich warten, doch mit dem Punktgewinn wurde sich eine gute Ausgangsposition für das Duell gegen die Ruhrrollers aus Essen geschaffen.

Mit diesem Team waren die Bullen vor dem Spieltag noch punktgleich. Auch hier begann der Start etwas holprig, weil sie bereits innerhalb weniger Sekunden den ersten Treffer der Essener zulassen musste. Daraufhin übernahmen die Lalendorfer aber zunehmend die Spielkontrolle und erhöhten den eigenen Ballbesitz. Es dauerte allerdings fünf Minuten, ehe die Gäste zum Ausgleich kamen und in der Folge zwei weitere Treffer nachlegten. Nachdem Essen vor der Pause noch das Anschlusstor gelang, machten die Lalendorfer in Durchgang zwei kurzen Prozess. Über ein 7:2 gewannen sie die Partie mit 9:3. Einen negativen Beigeschmack hatte dieser Sieg jedoch, weil kurz vor Schluss ein Spieler der Nording Bulls aufgrund einer überhöhten Geschwindigkeit die rote Karte sah. Essen legte daraufhin Protest ein, um die Partie am grünen Tisch zu gewinnen, hatte damit aber keinen Erfolg, sodass die Nording Bulls nun mit fünf Punkten da stehen.

Im letzten Spiel gegen Torpedo Ladenburg wollten sie an die Leistungen nahtlos anknüpfen. Dies gelang zunächst auch sehr gut. Resultat war eine durchaus verdiente 2:0-Pausenführung. In Hälfte zwei wendete sich jedoch das Blatt, obwohl die Mecklenburger zwischenzeitlich noch mit 3:1 führten. Im weiteren Verlauf der Partie setzten die Bullen nach vorne nur noch wenige Akzente. Nach und nach erzielten die Ladenburger weitere Treffer und drehten in der Folge die Partie zu ihren Gunsten, woran auch das vierte Tor der Bullen nicht mehr viel änderte. Endresultat war ein 6:4 für Torpedo.


Vorsprung auf drei Zähler ausgebaut

Alles in allem können die Nording Bulls mit diesem Spieltag trotzdem durchaus zufrieden sein, so gab es nur eine etwas deutliche Niederlage, eine knappe Niederlage und drei Punkte aus den weiteren zwei Spielen, sodass sie nun drei Punkte vor den Ruhrrollers Essen stehen und diese auf den letzten Platz zurückdrängten. Am letzten Spieltag in München sollten die Lalendorfer im direkten Vergleich gegen Essen noch einmal eine konzentrierte Leistung abrufen und den Klassenerhalt klar machen.
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