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Rudern : „Zur Sache“ statt „Beine hoch“

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kaderathleten des Deutschen Ruderverbandes mit dem Schweriner Hannes Ocik bereiten sich in Italien auf die neue Saison vor

svz.de von
erstellt am 04.Jan.2014 | 00:33 Uhr

Von wegen „Bella Italia“ – statt Beine hoch am Tyrrhenischen Meer geht es für Ruderrecke Hannes Ocik von der Schweriner Rudergesellschaft an der Lagune des 90 Kilometer südlich von Rom gelegenen Sabaudia so richtig zur Sache. Seit dem 28. Dezember legen auf dem dortigen sechstausend Meter langen Lago di Sabaudia dreißig Kaderathleten des Deutschen Ruderverbandes (DRV) Grundlagen für eine hoffentlich erfolgreiche Saison 2014.

„Noch bis zum 11. Januar sind wir an traditioneller Stätte dort gefordert, schrubben Kilometer auf dem Wasser, bei Radausfahrten oder stehen athletischen Einheiten an“, sagt der 22-jährige Landeshauptstädter, der auch auf der Kandidatenliste für unsere traditionelle Umfrage nach den beliebtesten Sportlern des vergangenen Jahres steht. Speziell für letzte Übungen bietet das seit 1988 durch den DRV genutzte Hotel Oasi di Kufra mit seinem exzellenten Fitnesscenter beste Voraussetzungen. „Die Bedingungen sind optimal“, bestätigt so auch Bundestrainer Ralf Holtmeyer.

Und der Schweriner Ocik kniet sich voll rein. Das muss er auch. Sein bisher erfolgreichstes Jahr 2013 mit dem Gewinn des Europa- und Vize-Weltmeistertitels im Achter, Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes, ist Schnee von gestern. Die Karten werden in Fragen der Besetzung wieder neu gemischt. „Natürlich ist es mein Ziel, den Platz zu verteidigen. Es gibt aber genügend Athleten, die gleiche Ambitionen haben“, weiß Ocik.

Der Ulmer Urs Käufer sowie Björn Birkner aus Rheinfelden, seine Rostocker Trainingskameraden Finn Knüppel (ebenfalls Schweriner Rudergesellschaft) sowie Malte Daberkow, die beim DRV-Langstreckentest auf dem Dortmund-Ems-Kanal in dieser Reihenfolge die Ränge eins und zwei belegten, gehören dazu. Das Quartett will weiter angreifen.

Darauf muss sich der Polizeimeisteranwärter Ocik einstellen. Spätestens bei den nationalen Kleinbootmeisterschaften in Köln (26./27. April) wird sich zeigen, wohin im Jahr 2014 der Zug von Hannes Ocik fahren wird. Nach der Konkurrenz auf dem Fühlinger See werden Chefbundestrainer Marcus Schwarzrock und seine Kollegen die Teams für die vom 30. Mai bis 1. Juni in Belgrad stattfindenden Europameisterschaften berufen. „Eine Position im Olympia-Achter von Rio de Janeiro 2016 hatte ich einmal als Ziel ausgegeben. Nachdem ich bereits 2013 den Sprung in das Paradeboot schaffte, möchte ich den Platz nicht wieder preisgeben. Ich weiß, dass harte, ehrliche Arbeit dafür erforderlich ist. Und die werde ich leisten“, gibt sich Hannes Ocik kämpferisch.






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