WBA Schwergewicht : Weltmeister Charr: Fehler beim Öffnen der B-Probe

Boxer Manuel Charr beim Training.
Boxer Manuel Charr beim Training.

Manuel Charr darf möglicherweise seinen Weltmeistertitel behalten. Der unter Dopingverdacht stehende Boxchampion im Schwergewicht teilte mit, bei der Öffnung der B-Probe habe es Verfahrensfehler gegeben.

svz.de von
05. November 2018, 18:38 Uhr

Angeblich sei Charr keine Gelegenheit gegeben worden, bein Öffnen der B-Probe anwesend zu sein. Eine Stellungnahme der Voluntary Anti-Doping Association (VADA) in den USA gab es dazu zunächst nicht.

Beim Öffnen der Probe sei es «zu Unstimmigkeiten im Ablauf gekommen, die die B-Probe aus rechtlicher Hinsicht hinfällig werden lassen. Und ohne ein rechtlich bindendes Ergebnis der B-Probe verliert auch die A-Probe ihre Gültigkeit», teilte der in Köln lebende Syrer mit.

Es gebe aus seiner Sicht keinen Zweifel, dass er der amtierende WBA-Weltmeister im Schwergewicht sei und den Titelselbstverständlich verteidige, meinte der 34-Jährige. Charr gab bekannt, dass er mit Pflichtherausforderer Fres Oquendo aus Puerto Rico bereits einen Kampftermin in der ersten Hälfte des nächsten Jahres vorbereite. «Wir erwarten nun eine positive Bestätigung des Kampftermins durch die WBA», schrieb er.

Wenige Tage vor dem abgesagten WM-Kampf am 29. September war Charr positiv auf zwei verbotene Substanzen getestet worden. Daraufhin wurde der in der Kölner Lanxess-Arena geplante Kampf abgesagt. Tage später hatte Charr in Posts behauptet, seine Unschuld sei bewiesen, weil in der Blutprobe keine Dopingsubstanzen gefunden worden waren. Das positive Ergebnis lag aber nach Analyse der Urin-Probe vor.

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