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Volleyball : SSC meldet sich eindrucksvoll zurück

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Volleyballerinnen ziehen dem zuvor achtmal in Folge siegreichen Bundesliga-Tabellenführer VC Wiesbaden mit 3:1 den Zahn

So locker und gelöst wie am Sonnabend um kurz nach 21 Uhr war die Stimmung in der Schweriner Arena in dieser Saison noch nie. Und das nicht nur, weil die SSC-Volleyballerinnen dem aktuellen Bundesliga-Spitzenreiter VC Wiesbaden, der mit der Empfehlung von acht Siegen in Folge nach Mecklenburg-Vorpommern angereist war, mit 3:1 (-21, 22, 23, 24) den Zahn gezogen hatten. Vielmehr war es die Art und Weise, wie sich der amtierenden deutsche Meister gegen die derzeitige Nummer 1 im deutschen Frauen-Volleyball durchsetzte. „Man braucht Vertrauen zueinander, wenn man ein gutes Spiel zeigen will“, analyiserte SSC-Kapitän Lousi Souza Ziegler hinterher. „Das haben wir heute gezeigt. Und vor allem: Wir haben auf den Trainer gehört – endlich einmal…“

Dass dieses Vertrauen innerhalb der Mannschaft mehr und mehr wächst, zeigte sich schon im – wenn auch verlorenen – ersten Satz. Eine engagiert kämpfende Schweriner Mannschaft war nach einer schnellen 0:2-Rückstand ständig im Vorteil, ließ sich nach 8:4- und 10:6-Führung auch vom erneuten Ausgleich nicht aus dem Rhythmus bringen. Bis zum 19:16 waren die Gastgeberinnen in der Erfolgsspur, bis plötzlich der Spielfaden riss. Nach einem fruchtlosen Doppelwechsel Imoudu/Vilponen für Radenkovic/Mudritskaya und dem Rückwechsel nur zwei Punkte später war irgendwie die Luft raus. Wiesbaden glich aus und ging selbst mit 23:19 in Führung – damit war Satz eins dann auch schnell Geschichte.

Nach dem Seitenwechsel hatte sich der SSC zumindest dahingehend gefangen, dass er den Favoriten nicht davonziehen ließ. Bis zum 20:20 war der Satz ausgeglich, dann drehte Schwerin noch einmal kurz auf und glich mit einem Block von Danica Radenkovic und Veronika Hroncekova aus.

Dann lief es für die Gastgeberinnen. 9:2 hieß es nach wenigen Minuten in Satz drei, aber der SSC nahm sich immer wieder gedankliche Auszeiten und ließ Wiesbaden herankommen. Beim 23:22 wurde es noch einmal eng, Schiedsrichterin Ute Fischer aus Hamburg hatte mit einigen denkwürdigen Entscheidungen durchaus einen gewissen Anteil daran. Aber Tatyana Mudritskaya und Jana-Franziska Poll sorgten für die 2:1-Satzführung. Und Schwerin machte weiter, zeigte, dass die Mannschaft wirklich immer mehr zusammenwächst. Zuspielerin Danica Radenkovic kommt zunehmend besser mit ihren Angreiferinnen zurecht, die Qualität ihrer Spielregie steigert sich zusehends.

Ein Grund dafür ist sicher auch, dass mit Tatyana Mudritskaya eine Verpflichtung gelungen ist, die dem SSC spürbar hilft. Obwohl die Kasachin mit einer Wadenverhärtung ins Spiel gegangen und in ihrer Dynamik sichtbar gebremst war, avancierte sie mit 20 Punkten zur besten Schwerinerin. Dass auch Lousi Souza Ziegler (19), die durch einen festen Hüftmuskel gehandicapte Jana-Franziska Poll (15), Ivana Isailovic (14) und Veronika Hroncekova (11) zweistellig punkteten, untermauert, dass der Schweriner SC des Frühjahrs 2014 deutlich schwerer auszurechnen ist als noch vor wenigen Wochen. Dass nach souveränem vierten Durchgang Wiesbaden erneut ins Spiel zurückgeholt wurde, erkärte Trainer Felix Koslowski so: „Wir haben alles unter Kontrolle und spielen nur noch auf Ergebnis. Die Mädels vergessen dann einfach das Volleyballspielen.“ Aber am Sonnabend reichte es dennoch zum umjubelten Sieg, dem dritten in dieser Saison über Wiesbaden.

Und am Mittwoch geht es schon weiter, wenn um der Tabellenvorletzte Köpenicker SC in die Arena kommt.



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erstellt am 26.Jan.2014 | 19:00 Uhr

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