Speedway : Smolinski will ins große Finale

Um ihn geht es: Zwei Hostessen präsentieren den tschechischen Goldhelm.
Um ihn geht es: Zwei Hostessen präsentieren den tschechischen Goldhelm.

67. Goldhelmrennen Sonntag in Pardubice / Finale um die U21-WM / 41. Goldenes Band

svz.de von
17. September 2015, 12:00 Uhr

Speedway-Meister Martin Smolinski (Olching), Vizemeister Kevin Wölbert (Heidhof) und der Stralsunder Tobias Busch vertreten am Sonntag beim 67. Goldhelmrennen in Pardubice (CZ) die deutschen Farben. Sie treffen auf bisher sechs gemeldete Grand-Prix-Fahrer – die Dänen Niels Kristian Iversen und Peter Kildemand, Chris Harris (GB), Per Jonsson (Swe), Krzysztof Kasprzak (Pol) sowie Matej Zagar (Slo). Ob noch weitere dazu stoßen, lässt der Goldhelmklub offen. Drei Startplätze waren bis gestern jedenfalls noch frei.

Martin Smolinski lassen diese Meldungsspielchen kalt. „Ich will vor vielen deutschen Fans ins große Finale“, macht der Olchinger eine klare Ansage. Das hören die Fans aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, von denen sich schon heute wieder sehr viele auf den Weg nach Böhmen machen, gern. Aber Pardubice ist bei allen guten Vorsätzen ein kompliziertes Pflaster. Neun Weltmeister traten hier z.B. an und fuhren ohne Goldhelm wieder ab.

Smolinski gelangte das letzte Mal 2004 ins große Finale. Er wurde Sechster. Er hofft aber von seiner ansteigenden Form seit Jahresmitte profitieren zu können. „Ich freue mich auf Pardubice, das mir ein gutes Angebot unterbreitet hat, was nicht immer so war“, erklärt der 30-Jährige. Ein Entscheidungskriterium sei aber auch gewesen, so „Smoli“, dass er Jawa fahre.

Kevin Wölbert kennt auch das Gefühl, im großen Finale von mehreren tausend Deutschen gefeiert zu werden. 2010 wurde er Vierter und verpasste nur knapp, mit dem besten Deutschen beim Goldhelm nach dem Zweiten Weltkrieg gleichzuziehen: mit Hans-Jürgen Fritz. Der Güstrower wurde 1971 Dritter.

Tobias Busch ist der bislang letzte Deutsche, der es unter die letzten zwölf schaffte. Er wurde 2011 im kleinen Finale Sechster. Da „Buschi“ über die ganze Saison in guter Form war, sollte Ähnliches auch dieses Jahr möglich sein.

Die bisher noch fehlenden Gegner der Deutschen könnten sich aus dem WM-Finalfeld der U21 rekrutieren. Hier führt vor dem entscheidenden dritten Lauf der Pole Bartosz Zmarzlik mit 26 Punkten vor den Dänen Anders Thomsen (21) und Mikkel Michelsen (20). Zmarzlik würde seinen Landsmann Piotr Pawlicki auf dem Thron beerben. Bei einem WM-Erfolg dürfte der Pole ins Goldhelm-Feld rücken.

Den Aufgalopp für das Goldhelm-Wochenende liefert morgen das 41. Goldene Band von Tschechien. Das Junioren-Rennen hat ebenfalls einen polnischen Favoriten, Vorjahressieger Krystian Pieszczek. In dem 24-er-Feld sind die Deutschen zu viert. Die größten Chancen werden Michael Härtel (Landshut) eingeräumt. Für Steven Mauer (Wittstock), Richard Geyer (Meißen) und den Güstrower Hannes Gast geht es darum, in einem internationalen Feld weitere Erfahrungen zu sammeln. Goldene Bänder für Deutschland holten bisher Christian Hefenbrock (2006) und der Güstrower Mirko Wolter (1994).



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